Antizipation ist...
...wenn Peter Igel an einem Turnier partizipiert
Okay, sonst würde ich vielleicht zwei Ebenen von Antizipation unterscheiden.
Beide sind abhängig von dem, was man in seinem TT-Leben so alles gelernt hat. Sie erlauben einem die Vorhersage, was wahrscheinlich passieren wird.
Die eine ist eher auf bewußter Ebene angesiedelt, auf der man sich schon vorher überlegen kann, was passiert, wenn...
Generelle Geschichten wie zum Beispiel das Wissen darum, was wohl nach einem Unterschnittaufschlag geschehen kann.
Das läuft bestimmt auch oft unbewußt ab, man kann sich aber auch gut Gedanken darüber machen. Holt ein Gegner zum Topspin aus, kann man sich darüber auch Gedanken machen, verschwendet jedoch nur Zeit und Ressourcen, weshalb man sich hier auf seine automatisierten unbewußten Prozesse verlassen muß.
Ich glaube, ein guter Spieler ist, welcher beide Ebenen richtig anzuwenden weiß und in beiden gut ist. Ist ja logisch. Sowohl allein theoretisches Wissen als auch allein gute Technik ("ohne Hirn") reichen nicht aus.
Als gutes Beispiel aus dem wahren Leben kann mal wieder das Langnoppenspiel hergenommen werden. Sehr verwirrend ist für viele Spieler, die das noch nicht gelernt haben, wenn auf eigenen Unterschnitt nach Schupfball mit der Noppe kein Unterschnitt zurück kommt.
Später vielleicht mehr, muß jetzt leider überraschenden Besuch fürs Metallica-Konzert einstimmen, briefen und mit alten Shirts ausstatten...