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Alt 11.10.2017, 12:55
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das_gesäß das_gesäß ist offline
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das_gesäß kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Dicke von Furnieren u. deren Auswirkung

Kernfurnier:
Streng genommen beschränkt sich alles auf Kiri, Abachi und Balsa.
Schwerere Furniere als Abachi sind eher untypisch da die Hölzer dann zu schwer werden würden.

Abachihölzer lassen sich für mich genauso spielen wie Kirihölzer. Ungähr gleiches Tempo, gleicher Absprung und gleiche Elastizät ABER
Kiri ist "deutlich" leichter.
Das macht Kiri geeigneter für dickere Kernfurniere woraus mehr Tempo entsteht und weniger Elastizität resultiert. Beim Abachi ist mit Off+ bei 95gr. Schluss. Mit Kiri kannst du ein Off++ Holz bauen welches ebenfalls 95gr wiegt. Die Blattstärke ist entsprechend um 0.5 -1mm dicker.

Es gibt noch andere Exoten wie Weide und co die aber nicht ganz so attraktiv sind. Sind halt teurer und bieten keinen nennenswerten Mehrwert. Das Resultat lässt sich mit Fasern und einfachen Deck/Sperfurnieren ala Limba und co ebenso erreichen.

Dein Zartcore ist ein so genanter Hybrid. Auch ich nutze sowas bei meinen Backspin Spezialhölzern Es ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zu den Vollkernen. Macht aus meiner Sicht aber selten Sinn. Die Abachi/Balsakombi um Kiri zu emulieren ist toll. Ist aber viel Arbeit. Dann besser gleich Kirikerne verwenden. Wobei wie weiter oben beschrieben Kiri nur Sinn macht wenn man sich 5gr an Gewicht ggü Abachihölzer sparen möchte.
Wobei auch das anders zu lösen ist in dem man leicht selektiertes Abachi verwenden kann. Ist immer noch billiger ein einfacher zu bekommen als Kiri.

Frequenzen:
Sowohl mit Kiri, als auch Abachikerne lassen sich Hölzer im Bereich 1000-1800hz problemlos bauen. Unter 1000hz wird etwas schwierig. Über 1800hz ebenso. Die Frequenz beschränkt sich nicht im Bereich 1200hz +-100 sowie nicht 1500hz +-100. Das geht deutlich variabler.

Zwischen udn Deckfurniere:
Ob ich weiche Kiefer, oder hartes Ebenholz als Deckfurnier einsetze mit ansonsten den identischen Zwischenfurniere macht keinen nennenswerten Unterschied. Zumindest bei normal dicken Blattstärken bis um ~6mm. Die Differenz liegt bei 30hz. 30Hz sind noch im Rahmen der Herstellungstoleranz. Bei dickeren Hölzern mag es eine kleine merkliche Veränderung geben. Mit ~6mm Blattstärke hat man aber schon eine ganze Menge abgedckt. Blattstärken darüber hinaus tangiert es nur minimal. So minimal das man es vernachlässigen könnte. Als deutliches Features was man erreichen will, würde ich das nicht definieren. Andere fundamentalere Eigenschaften im Bau erscheinen mir wichtiger woraus eine Blattstärke halt aus den anderen Eigenschaften automatisch hervor geht.
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