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Zitat von pibach
Du willst ernsthaft abstreiten, dass die Klima-Forschung stark politisiert ist? Horch doch mal in das Hans von Storch Interview, Post 52.
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Natürlich streite ich das ab, politische Forschung ist Forschung, der die Politik das zu erforschende vorgibt. Was gerade in den USA in Anfängen passiert.
Die Forscher können normalerweise erforschen, was ihnen sinnvoll erscheint, da gibt es keine Vorgaben der Politik, und die veröffentlichen auch, wie si wollen. Da hat Brett13 auch das passende zu geschrieben.
Die Politik, und insbesondere die von dir verlinkten, unseriösen Quellen, haben natürlich keinen umfassenden Überblick der Forschung, und nehmen dann auch nur das, was ihnen in die Agenda passt.
So wie du das auch machst.
Und wie es auch in dem von dir verlinkten Wiki-Artikel steht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontro...Erw%C3%A4rmung
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Die sogenannte Kontroverse um die globale Erwärmung gilt als Paradebeispiel für eine von Interessengruppen aus Wirtschaft und Politik künstlich erzeugte und geschürte „Kontroverse“ ohne reale Entsprechung innerhalb der Wissenschaft. Ziel ist es hierbei, in der Öffentlichkeit Verwirrung über die Einigkeit innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu stiften und somit Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern oder zu verzögern.
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Wiedergegeben wird der wissenschaftliche Kenntnisstand zu den Ursachen der Erderwärmung in den alle fünf bis sieben Jahre erscheinenden Sachstandsberichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).[7][8] Dieser Sachstand wird von fast allen relevanten wissenschaftlichen Fachorganisationen mitgetragen und von nur wenigen Fachwissenschaftlern abgelehnt.
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Es gibt keine Kontroverse in der Wissenschaft, und die Ergebnisse im Sachstandsbericht, gerade bei den Physikalisch-wissenschaftlichen Grundlagen.
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B...lagen.E2.80.9C
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Die Folgen der globalen Erwärmung sowie mögliche Vermeidungs- und Anpassungsstrategien werden demgegenüber kontrovers diskutiert.
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Und das ist das, was halt Politik ist, natürlich streitet man da. Da Deutschland, Skandinavien oder Grönland was von höheren Temperaturen haben, und andere die Nachteile tragen müssen, wie soll man da nicht streiten.
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"Fachliche Richtigkeit" ist halt auch dehnbar, in Post 78 hatte ich ja auch schon aufgelistet, wie viele Punkte in dem Max-Planck-Institut Flyer tendenziös sind und von der Sachlage abweichen.
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Das, was du von einem 4-Seiten-Flyer verlangst, ist zunächst mal sowieso hanebüchen, das ist für Basisinformationen gedacht.
Und deine Punkte sind selber tendenziös, um von der Sachlage nicht zu reden.
Das du über die Temperaturen von 1998 bis 2012 schreibst (Punkt c) und anschließend von 30 nötigen Beobachtungsjahren schreibst (Punkt g), ist ja nur einer der vielen Widersprüche, insbesondere bei einem Flyer aus dem Jahre 2009.
Die Sonne wird eben verworfen (Punkt a), weil die Sonnenintensität stabil war (Punkt b), und die Strahlungsleistung als Ursache laut dir sowieso verworfen werden kann (Punkt e), und Punkt d, wie du selber schreibst, unerforscht war und immer noch ist.
Dagegen kann man und hat man die anderen unterschiedlichen Einflüsse erforscht, ohne entsprechende Ergebnisse würde man sich da gar nicht auf eine Dominanz festlegen, was im übrigen deine, und sehr unwissenschaftliche, Formulierung ist, und mit der Sachlage nichts zu tun hat.
Die Einflüsse sehen nämlich so aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Global...ion_German.png
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a) Es wird ziemlich vorschnell die Sonne als Ursache verworfen. Normalerweise sollten Wissenschaftler das viel genauer abklopfen, wenn nach 10.000 Jahren Korrelation hier plötzlich eine Ausnahme als gesichert angenommen wird. Irgendeine weitere Absicherung der Überlegung wird auch nicht angegeben.
b) nach 1970 geht deren Sonnenintensität zurück. Das ist aber in allen sonst üblichen TSI Datensätzen nicht so, sondern da steigt die Sonnenintensität noch mal bis 2000 an (siehe vorausgehende Grafik IPPC2001).
c) ebenso ist die Temperatur wie beschrieben von 1998 bis 2012 in den Daten nicht angestiegen. Grafiken, die einen Anstieg suggerieren können das nur durch geschicktes legen einer Mittellung. Und ignorieren den langen Diskurs zu "Global Warming Hiatus".
d) gibt es Hinweise, dass bei absteigender Sonnenintensität nach einer langen Hoch-Phase, das Magnetfeld der Sonne sich etwas dreht und dadurch effektiver die kosmische Strahlung abschirmt. Das ist wohl noch unerforscht, da es sehr selten vorkommt, ist aber eben im aktuellen Zyklus der Fall. Solche Möglichkeit sollte zumindest berücksichtigt werden.
e) Wird der Einfluss der Sonne über ihre Strahlungsleistung diskutiert, was energetisch nicht plausibel ist und unmittelbar verworfen werden kann. Relevant ist aber die magnetische Abstrahlung. Da sind die Schwankungen Größenordnungen stärker. Wird nicht erwähnt.
f) ausgerechnet für die kritische Zeit die als Beleg herhalten soll ist die "Unsicherheit in der Bestimmung der Größen" verschwunden. Aufgrund der Datenreihen ist das nicht nachvollziehbar, ganz im Gegenteil.
g) kann man eigentlich aus so einer kurzen Zeit der Abweichung gar nichts ableiten. Klima ist eigentlich immer erst nach mindesten 30 Beobachtungsjahren, und dann auch noch hochgradig unsicher. Sich da auf die Dominanz einer Ursache festzulegen ist ziemlich unseriös.
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