Zitat:
Zitat von BlinderBarmer
Hä?
Du ballerst hier doch irgendwas raus, z.B. dass die Sonnenzyklen ENZO beeinflussen (du meinst wohl ENSO)?
Das weißt du wieder weltexklsiv, ENSO ist bisher nicht prognostizierbar.
Und hat mit dem Thema nichts zu tun, dass man die Vulkanaktivität bei den Temperaturen sofort sieht, eben weil die relativ stark sind, im Gegensatz zur Sonne, wo man das eben nicht sieht.
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a) aus unserem Diskussionsverlauf sollte doch klar geworden sein, dass ich eben nicht "irgendwas rausballere", sondern das genau begründe und belege. Bisher waren stattdessen alle von Dir geäußerten Aussagen immer voreilig, offenbar unverstanden und haben sich als falsch herausgestellt. Siehe z.B. Deine Verwirrung bei Sonnenflecken versus TSI, die angeblich sinken obwohl sie im Modernen Maximum liegen. Und sowas wird dann von Dir zig mal wiederholt, ohne mal innezuhalten und den Fehler zu bemerken. Da musst sich doch mal langsam ein Lerneffekt einstellen.
b) hatte ich die Theorie von Tallbloke verlinkt (
hier noch mal). Wird z.B. auch in
dieser Publikation diskutiert. Die Anregung hat nichts damit zu tun, ob die ENSO prognostizierbar ist oder nicht. Es ist ganz typisch, dass solche angeregten Schwingungen chaotischen Charakter aufweisen. D.h. die sind dann möglicherweise durchaus abschnittsweise vorhersagbar, zumindest durch Wahrscheinlichkeitsaussagen, daher funktioniert ja Meteorologie. Der letzte Super El Nino war 1998, dazwischen nur sehr schwache El Nino Events, was eine ungewöhnlich lange Phase ist. Es wird angenommen, dass noch viel Energie gespeichert ist und abgegeben werden wird, siehe z.B.
hier.
c) unabhängig davon, womit die ozeanischen Oszillationen nun korrellieren, werden da große Energiemengen gespeichert, in tiefere Meeresschichten verlagert und verzögert irgendwann wieder frei. Der Umfang ist so mächtig, dass alleine ein El Nino Ereignis das Weltklima um 1 bis 2 Zentelgrad anheben kann. Wegen dieser Oszillationen ist es doch eben so schwierig, die genauen Einflüsse und Zusammenhänge zuzuordnen, weil sie zeitlich verschoben auftreten könne. Z.B. lässt sich schlecht filtern, in wie weit der Rückgang der Arktischen Eiskappe auf einen Treibhauseffekt zurückzuführen ist, oder schlicht auf die Atlantische Multidekaden Oszillation.
d) dass man Vulkanausbrüche als Knick in den Temperaturkurven "sofort" sieht (natürlich erfolgt die auch nur verzögert), steht der Wärmekapazität und der puffernden Wirkung der Ozeane doch gar nicht im Widerspruch. Jede energetische Schwankung ist trotzdem mit der erheblichen Wärmekapazität und Oszillation der Ozeane gekoppelt.