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Alt 23.10.2017, 11:40
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
This means that the Sun is not the cause of the present global warming....
Das lässt sich unmittelbar als problematische Aussage erkennen.

Zum einen sind die historischen Klimaschwankungen so stark, auch jenseits des solaren Einflusses, dass sich aus so einer kurzen Beobachtungszeit bestimmt keine sichere und absolute Aussage ableiten lässt. Und wenn man in die Daten reinschaut, passt die Sonnenaktivität entgegen obiger Aussage auch nach 1980 noch ziemlich gut, hatten wir ja hier (und davor) schon diskutiert und ist in dieser Grafik ja gut erkennbar. Ausserdem fehlt die Wolkenabdeckung, die eben noch nicht wieder angestiegen ist. Gründe könnten im Magnetfeld der Sonne liegen, das wechselt ja bei jedem Zyklus die Polarität. Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, dass es merkwürdig ist, dass Solarforscher der MPG darüber einfach hinweggehen.

Außerdem ist es völlig schlüssig, dass steigende Sonneneinstrahlung erst die Atmosphäre erwärmt und die Ozeane wegen ihrer thermischen Trägheit sehr viel langsamer hinterherkommen. Ein Temperaturanstieg kann dann auch bei gleichbleibend hoher Sonneneinstrahlung noch viele Jahre andauern, bis es zu einem Equilibrium kommt. Unter das langjährige Mittel fällt die Sonneaktivität ja erst 2018. Wie gesagt.

Die Aussagen des Institutsleiters sind daher wohl nicht von ungefähr viel vorsichtiger. Der lässt sich nicht dazu hinreisen, den Effekt der Sonne auszuschließen, oder den Treibhauseffekt irgendwie zu quantifizieren.

Wenn man unter den ganzen Unsicherheiten etwas quantifizieren möchte, scheint der Ansatz von Nicola Scafetta, hatten wir ja hier, am geeignetsten bisher.

Geändert von pibach (23.10.2017 um 12:37 Uhr)
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