Das ist nicht paradox. Schon als Anfänger lernt man, dass der Ball mehr verspringt, je weniger Richtung und Tempo man selbst mitgibt.
Ich stimme dir völlig zu, dass sich Tischtennis verändert, und der Schnitt weniger wird. Nur wird es oft so dargestellt, dass die Vollpfosten jetzt aus ihren Löchern kommen und auf einmal alle Tischtennis spielen können.
Nö - er stellt einfach etwas andere Anforderungen an die Spieler. Und es wird wieder mal heißen "Survival of the fittest" - also dem, der am ehesten bereit ist, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen.
Wir haben ja jetzt Beispiele auf Topniveau gebracht, bei denen Veränderungen erkennbar sind. Lustigerweise scheint das auch nicht zu den gleichen Effekten zu führen.
Gauzy macht immer noch extrem viele Punkte mit seinen weichen Topspins von unterm Tisch.
Joo fischt immer noch zahlreiche Bälle vom Boden. Vor einigen Jahren war Shiono (klassischer Abwehrspieler) von einem Monat auf dem anderen unter den besten 30 der Welt mit seinem Spiel - mit Plastik!
Bei den Topchinesen wird der Bananenflip sogar seltener als vorher eingesetzt. Dima, die Japaner und Koreaner spielen ihn dagegen sehr häufig.
Boll zieht härtere RH-Topspins. Aber nicht mit mehr körperlicher Kraft, sondern explosiv aus dem Handgelenk.
Ich kann mich nur wiederholen: Das Spiel wird am Tisch wohl schneller. Aber was mehr gefordert ist, ist nicht die Maximalkraft, sondern Präzision und Maßarbeit gegen insgesamt schnellere Bälle.
Außerdem bremsen die Bälle ja auch schneller, d.h. die effektive Geschwindigkeit muss nicht zwingend höher sein.
All das wurde schon im Ballthread ausdiskutiert. Und das Fazit bleibt immer gleich: Je mehr man jammert, desto schlechter wird mans haben