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Zitat von BlinderBarmer
Es sind ja auch 50 Jahre, nach einigen Proxies, und genaue Messungen hat man nicht.
Darf man Aussagen anhand der Faktenlage nicht korrigieren?
Gestiegen ist die Aktivität trotzdem nicht, die Temperatur aber schon.
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50 Jahre ist jedenfalls nicht das, was das MPG sagt. Du nimmst es mit Aussagen halt nicht so genau. Aus "nicht gestigen" wird dann "sinkt" und wieder andersrum, aus 50 wird 30 und wieder zurück.
Der Stand ist aber, dass wir seit ca 1940 bis ca 2003 in einem Modernen Maximum der Sonnenaktivität waren. Dabei erreichten 4 aus 5 Sonnenzyklen den höchsten, aus den Rekonstruktionen gemessenen Wert seit 10.000 Jahren. Der aktuelle Zyklus liegt auch wieder recht hoch, selbst der Tiefststand liegt über dem langjährigen Mittel, zumindest lt. der Rekonstruktionen von Lean, die bisher als offiziell gelten. DAS ist soweit die Datenlage. Du bastelst da immer und immer wieder Kokolores hinein.
Man kann nun aus einer 70-jährigen Hochaktivität ein "ist nicht gestiegen" stricken. Seit 70 Jahren. Das wäre mathematisch korrekt und unstrittig. Ist aber hier in dem Zusammenhang leider Stuss. Wieso muss man sowas überhaupt diskutieren? Sollte selbstredend sein. Genau dieses Herumwurschteln von Dir in der Faktenlage erzeugt die endlose Diskussion.
Zitat:
Zitat von BlinderBarmer
Wenn das nicht langjährig ist weiß ich auch nicht.
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Langjährig ist in diesem Fall über den ganzen Zeitraum der Rekonstruktion. Man würde das gerne über noch längere Zeiträume mitteln. Es geht darum herauszufinden, was in etwa die mittlere Sonnenaktivität sein könnte, um einen Hinweis darauf zu erhalten, wie außergewöhnlich das Moderne Maximum war bzw. bei welcher Aktivität ungefähr das natürliche Gleichgewicht läge. Es lassen sich ja bestimmte Zyklen in den Rekonstruktionen ausmachen (11 Jahre Schwabe Zyklus, 22 Jahre Hale Zyklus, 88 Jahre Geisberg Zyklus, 208 Jahre De Vries Zyklus, 1000 Jahre Eddy Zyklus und 2400 Bray Zyklus). Die haben auch alle kosmische Entsprechungen, also wiederkehrende Jupiter-Saturn Konstellationen, bestimmte Wellen der Sonneaktivität usw. Also muss man sich schon etwas längere Zeiträume ansehen. Dein 50-Jahre Mittel bringt da nichts.
Wie lange es dauert, bis sich die Erdtemperatur einer sich seit der kleinen Eiszeit steigenden Strahlungsleistung komplett anpasst, bis zu einem Equilibrium lässt sich wahrscheinlich anhand der thermischen Trägheit (Ozeane, Eispanzer) abschätzen. Sind sicher viele Jahrzehnte. Dass sieht man auch anhand des Meeresspiegels, der auch durch einige Jahrzehnte nachlassende Sonnenaktivität relativ unbeeindruckt konstant weiter stieg. Auch den 11 Jahre Schwabe Zyklus finden man nur mit recht schwacher Amplitude in den Temperaturen, das wird durch die Ozeanischen Zyklen eben stark gedämpft, in den El Nino Jahren sogar umgekehrt - El Nino hat die Tendenz durch fallende Sonnenaktivität ausgelöst zu werden.