Zitat:
Zitat von BlinderBarmer
... und die Temperatur hat sich eben anders entwickelt, als Scafetta vorhergesagt hat, nämlich deutlich nach oben, und nicht nach unten.
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Ich lese da ca 0,3° aus den Temperaturdaten ab, nicht 1° (das hast Du also falsch wiedergegeben). Und Scafetta prognostiziert nicht "nach unten", sondern bis 2017 leichten Anstieg (ebenfalls falsch wiedergegeben), erst 2018 und 2019 leichten Abfall, siehe
sein Paper Fig.16, bisher passt das also recht genau.
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...und die Erwärmung der Landfläche ist nicht gepuffert, sondern die Erwärmung zeigt sich da sofort.
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Das ist falsch. Auch die Landdaten zeigen deutliche Korrelation u.a. mit der SOI, PDO und AMO, sind also ozeanisch beeinflusst ("gepuffert"). Und da zeigen alle 3 großen ozeanischen Oszillation seit 1975 Tendenz nach oben, siehe diese
Grafik (
Quelle)
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Wenn die Sonne einen starken Einfluss hätte würde man das an den Landdaten erkennen.
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Nur wenn der Einfluss der Schwankungen der Sonne stärker wäre als der Einfluss der ozeanische Oszillationen und anderer Klimaeinflüsse. Das ist aber nicht der Fall!
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Ist der Temperatur aber egal, die steigt, egal was die Sonne macht.
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Da die Erdtemperatur den Aktivitätsschwankungen der Sonne schon seit Jahrhunderttausenden recht genau folgt, kann man ziemlich sicher annehmen, dass es der Temperatur nicht "egal" ist, "was die Sonne macht" (->Stuss).
Zitat:
Sonne und Temperatur laufen seit Jahrzehnten nicht mehr syncron.
Und das sage nicht ich, das sagt die MPG.
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Anhand der Messwerte (
Grafik) sieht man aber, dass die durchaus noch recht gut passen. "seit Jahrzehnten nicht mehr syncron" trifft es also nicht, wenn dann lassen sich da höchstens kleine Abweichungen finden. Größere erst nach 2005. Die Sonnenaktivität sinkt eben nicht seit 1970, sondern hatte lt.
11-Jahre Mittelwert ihr Maximum 1986 (*). Und nimmt erst seit 2005 signifikant ab, zuvor waren eben 3 Zyklen überragend aktiv.
Wenn man hier Abweichungen der Strahlungsleistung zur Temperaturentwicklung ermitteln möchte, muss man schlicht genauer vorgehen. Und eben auch ozeanische Oszillationen sowie Wolkenbedeckung einbeziehen. Und da letztere offenbar von der Polarität des Sonnenmagnetfeldes abzuhängen scheinen, erzeugt der aktuelle Sonnenzyklus 24 geringere Wolkendecke.
Da liegen dann aber die Abweichungen unterhalb der Toleranz der Messwerte, lässt sich also kaum was seriös aussagen.
Das ist im Grunde auch konform, mit den Aussagen des MPG Direktors: "
The influence of the Sun on the Earth is seen increasingly as one cause of the observed global warming since 1900, along with the emission of the greenhouse gas, carbon dioxide, from the combustion of coal, gas, and oil. "Just how large this role is, must still be investigated, since, according to our latest knowledge on the variations of the solar magnetic field, the significant increase in the Earth’s temperature since 1980 is indeed to be ascribed to the greenhouse effect caused by carbon dioxide".
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Im übrigen haben wir von El Nino 1998 bis El Nino 2016 eine Erwärmung von 0,4 Grad in nicht mal 20 Jahren, aber auch das wird dich wie immer nicht interessieren, aber keine Erwärmung habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.
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Das bringt nichts, sich die El Nino Jahre rauszupicken.
Edit zu (*):
Genaugenommen müsste man hier den
gleitenden Mittelwert nehmen, also der rückblickenden 10 Jahre+das aktuelle. Lt. Excel-Auswertung liegt dann das Maximum in 1991.
Nimmt man übrigens die
ACRIM TSI Daten, ergibt sich eine leicht steigende Tendenz auch noch bis nach 2000.