Guter Beitrag,Vossi
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Zitat von vossi39
Über Qualität und Quantität der Daten hat noch keiner gesprochen, hier hätte ich die meisten Zweifel.
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Ich hab schon paar mal angesprochen, dass die Messwerte diverse Unsicherheiten enthalten. Allen voran die Oberflächentemperaturmessungen, die wahrscheinlich einen Urbanisierungeffekt enthalten der bisher nicht herausgerechnet werden kann. Außerdem einen systematischen Bias der Forscher, die immer wieder andere Algorithmen darauf loslassen, sei es zur Filterung fehlerhafter Stationen, zur Gewichtung von Stationen, zu Änderungen von Stationen, oder zur Interpolation zwischen Stationen.
Zitat:
2. Die Daten sind ausreichend vorhanden und Zusammenhänge verstanden
Ich habe einfach sehr große Zweifel, dass sich aus den Daten der Vergangenheit (mal vielleicht die letzten 50 Jahre ausgenommen), die im Wesentlichen über Eisbohrkerne ermittelt wurden (ist ja doch eine sehr lokale Messmethode) vernünftige Modelle entwickeln lassen.
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Dazu: diese Daten liegen über sehr große Zeiträume vor. Daraus lassen sich also durchaus Oszillationen (z.B. der Sonne) mit gewisser Zuverlässigkeit herauslesen. Sie verwenden die
Delta-18O-Methode, also keine lokale Temperatur, sondern eine über Durchmischung der Luft, die Quote ist abhängig von der Verdunstungsrate, diese von der Temperatur. Das Verfahren ist kurzfristig zwar anfällig gegen Luftfeuchtigkeit und Luftströmungen, gibt längerfristig aber schon recht gut einen
globalen Eindruck wieder. Man hat zudem auch Eisbohrkerne von diversen Gletschern aus verschiedenen Kontinenten, so dass das gegen gecheckt wurde. Und das Verfahren korreliert für die junge Vergangenheit mit Baum-
und Sedimentauswertungen ist also gut bestätigt.