Einzelnen Beitrag anzeigen
  #35458  
Alt 03.11.2017, 15:46
User 17544 User 17544 ist offline
...
Foren-Urgestein - Master of discussion ***
 
Registriert seit: 02.08.2006
Beiträge: 11.720
User 17544 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Jaskula Beitrag anzeigen
Ich halte es schon für ein Problem, wenn eigentlich integrierte und auch noch hier geborene Menschen ein anderes Land als "ihr Heimatland" betrachten und keine Identifikation mit dem land erfolgt, das jetzt nun einmal ihre Heimat ist und welches in diesem Fall auch Chancen und Möglichkeiten geboten hat, so viel zu erreichen.
Erklär' mal bitte, was dich dazu bewegt, wissen zu wollen, dass Sahin nicht auch in einem anderen Land ein guter Fußballer geworden wäre?

Was macht dich so sicher, dass Sahin die Türkei und nicht Deutschland als seine Heimat ansieht? Doch wohl nicht deshalb, weil er, bzw wahrscheinlich eher seine Eltern, die Option für die Türkei spielen zu dürfen, in Anspruch genommen hat, oder etwa doch?

Soweit mir bekannt, hat er sich schon öfter dazu geäußert und zwar in der Form, dass Deutschland seine Heimat ist. Türkischer Nationalspieler ist er mit 15 Jahren geworden. Was meinste denn, wer in dem Alter auf Kinder den größten Einfluss hat?

Es soll gar (Bio)Deutsche geben, die deswegen die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes angenommen haben. Hältst du solche auch für undankbar?

Der Vergleich mit Steuerflüchtlingen, ist für mich völlig daneben.

Was genau schwebt dir eigentlich vor? Zwangsweise das Recht abzuschaffen, dass Türken, die hier geboren wurden die türkische Staatsbürgerschaft behalten dürfen, bzw gar ihr uneingeschränktes Recht hier leben zu dürfen verlieren, wenn sie bzw die Eltern sich nicht beugen lassen wollen?

Wie stellst du dir das ggfls vor? Sagen wir mal zum 1.1.19 würde eine solche Gesetzesänderung in Kraft treten. Sollen dann alle, die sich dem nicht beugen wollen, zwangsausgewiesen werden? Oder sollen sie "nur" ein paar Rechte verlieren, die nur Deutschen vorbehalten bleiben? Wenn ja, welche?

Ein Freund von mir ist Italiener. Weiß jetzt nicht, ob er als Kleinkind nach Deutschland gekommen ist, oder ob er hier geboren wurde? Muss ich ihn morgen mal fragen. Jedenfalls hat er selbst nur die italienische Staatsbürgerschaft. Seine Kinder haben jedenfalls nur die Deutsche. Ist halt mit einer Deutschen verheiratet. Soll der jetzt auch zwangsweise seine italienische Staatsbürgerschaft ablegen und sich für die Deutsche entscheiden?

Wie verhält sich das eigentlich mit so Staatsbürgerschaften? Geht das überhaupt, dass jemand der die türkische oder Italienische Staatsbürgerschaft hat, diese einfach so ablegen kann und statt des Doppelpasses - Doppelpass, passt gut zu Fußballern - dann nur noch die die Deutsche gilt? Oder sehen das andere Nationen, wie z.B. die Türkei grundsätzlich anders und würden es eh nicht anerkennen, dass ein in Deutschland lebender Türke seinen türkische Staatsbürgerschaft ablegt?

Was macht denn ein Kind, dessen Eltern bei ihrer Geburt entschieden haben, dass auch dieses Kind eine türkische Staatsbürgerschaft nach geltendem deutschen Recht erhalten hatte, wenn es dann als Erwachsener die türkische Staatsbürgerschaft nicht mehr ablegen kann, bzw dann nicht mehr in das Land seiner Vorfahren uneingeschränkt einreisen darf?

Weiß jemand, wie sich das mit Staatsbürgerschaften verhält? Kann man z.B. die Türkische einfach so ablegen, ohne das erhebliche Nachteile drohen?