Thema: Latexkleber?!
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Alt 09.11.2017, 21:51
Haureinis Tango Haureinis Tango ist offline
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AW: Latexkleber?!

So, ich habe jetzt mal das Prinzip "Hauchdünn" durchgezogen. Testdummy war ein Limba-Deckfurnier und ein Nimbus Soft in 1.8 mm, welcher entgegenkommend sehr feinporig ist.

Ich habe diesmal mit dem Holz angefangen, weil Latexkleber bei eventueller Klümpchenbildung davon besser wieder zu entfernen ist, als von einem Schwamm. In Stichworten:

Ein paar Tropfen Joola Lex in die Blattmitte und von dort aus sehr zügig verrieben (in etwa so, als würde man etwas einölen). Den eckigen Schwamm habe ich dabei mit seiner ganzen Fläche angesetzt (also nicht nur mit der flachen Kante, wie beim vorsichtigen "Ausbreiten" einer dickeren Schicht). Klümpchen oder Abrieb entstanden bei der kurzen Dauer nicht. Great.

Vorteil:
* Weniger Kleberverbrauch.
* Keine große Aufmerksamkeit/Konzentration nötig.
* Keine Gefahr von Tropfenbildung, Überlaufen am Rand, ungleichmäßiger Schichtdicke.

Die unbeschleunigte Abtrocknung verlief so besonders gleichmäßig und viel schneller, als sonst. Die Zeitangabe des Herstellers passt jetzt nahezu.

Eine ebenso schnell verriebene Schicht auf dem Schwamm wirkte mir nach dem Abtrocken dann aber stellenweise doch etwas zu stumpf und unsicher, deshalb habe ich danach nochmal eine dünne zweite Schicht verrieben. Diese dann aber nicht ganz so knauserig und zur Vorbeugung, um die erste Schicht nicht vielleicht bei zu schneller Antrocknung abzurubbeln. Hat auch geklappt.

Nach dem erneuten Durchsichtigwerden habe ich sofort geklebt, sprich den Belag ohne Druck mit meinem Nudelholz aufgerollt. Mit kräftigem Druck habe ich das Blatt dann einige Sekunden flach auf den Belag gedrückt. Danach habe ich diesmal sofort geschnitten. Ablösungen am Rand konnte ich dabei nicht erkennen, die Haftkraft reichte anscheinend schon aus. Auch sehr schön.

Den zweiten Belag habe ich dann im gleichen Schnellverfahren durchgezogen. Falls das Schneiden eventuell die Klebschicht etwas gestresst hat, liegt der neue Schläger nun noch für vielleicht eine Stunde zwischen zwei Brettchen beschwert mit zwei dicken Katalogen und zwei großen Flaschen Mineralwasser

Ich bin bei Schlägern sehr gewichtsempfindlich und als Nebeneffekt sollten so auch wieder einige Gramm gespart worden sein, ein weiterer Vorteil. Wenn das auf diese Weise tatsächlich dauerhaft haften sollte, dann wird er sich vermutlich etwas anders spielen, als meine bisher dicker geklebten. Da ich gerne in weichen 1.8 mm spiele, geht der Ball ja auch gerne hart ans Holz und eine nennenswerte Latexschicht könnte in Richtung Katapult oder Dämpfung schon Einfluß haben. Aber das möchte ich eigentlich ja nicht, dann lieber Belagwechsel mit definierten Eigenschaften, als irgendwelche obskuren Sandwich-Konstruktionen.

Ach ja, und lange Nachtrockenzeiten bis zur Endfestigkeit des Latex sollten jetzt auch verkürzt sein, da nun weniger Feuchtigkeit im Schläger steckt.

Werde dann nochmal berichten, ob es auch den Praxistest bestehen konnte ...

Grüsse

Geändert von Haureinis Tango (09.11.2017 um 22:37 Uhr)
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