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Zitat von Bo5
Damit habe ich persönlich nicht gerechnet, dass die ITTF-Regeln solche Winkel bzw. Würfe tatsächlich zulassen. Daher bin ich mal auf weitere Statements gespannt. 20° Abweichungen sind für "annähernd gerade" auch verdammt viel.
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Allerdings. Selbst die schrägen Ballwürfe vom Kaliber eines Marcos Freitas kann oder sollte man damit durchgehen lassen, und die sind schon ziemlich schräg.
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Zitat von rocknromeo
Das hat mich anfangs auch irritiert, ich hab die Berechnungen dann zur Sicherheit nochmal mit einem Maschinenbauer durchgesprochen. Hier findest du eine kleines Applet vom Cornelsenverlag zum schrägen Wurf. Wenn du die Wurfhöhe auf 0 setzt und den Winkel auf 69° geht der Wurf tatsächlich weiter als hoch (Achsenskalierung beachten). Erst ab ca. 76° ist der Wurf so steil, dass er höher geht als weit.
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Das ist interessant, auch wenn die Skalen unterschiedliche Einteilungen haben und damit etwas verzerren. (y-Achse 5er-Schritte, x-Achse 10er Schritte)
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Zitat von Power-Seven
Diese fundierte Diskussion zeigt vor allem eins: Eine echte Kontrolle der Aufschläge im Sinne der Regeln ist für die Schiedsrichter gar nicht zu leisten.
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Zumindest schwierig und man legt sich sofort mit
allen an: Mit dem Spieler, seinem Betreuer, ggf. seinen Mannschaftskollegen, den SR-Kollegen und dem OSR. Denn streng genommen ist das HMO ja auch nur eine Hilfestellung bzw. Erläuterung. Wer möchte und ein breites Kreuz hat, kann seine persönliche, strenge Auslegung der
Regeln umsetzen und nur Aufschläge vom Typ A oder sehr nah an A zulassen.
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Zitat von Power-Seven
Am besten also den ganzen Scheiß mit "nahezu senkrecht" weglassen, statt 16 cm "für den SR deutlich erkennbar" hochwerfen und aufs Verdecken konzentrieren.
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Das ist noch schwieriger als den Winkel zu beurteilen. Und wenn das passiert, was ich gehört habe, dann wird es noch schwieriger. Es liegt wohl eine Regeländerung bzgl. des Aufschlags auf dem ITTF-Tisch, dass der Passus mit dem Arm wegziehen gestrichen werden soll. Das ist momentan eh schon ein Problem, weil viele Spieler den freien Arm oftmals sehr spät wegziehen. Das dürften sich dann vermehrt Spieler aneignen.
Das andere Problem mit dem Verdecken durch die Schulter ist eine heikle Gratwanderung und eine Zentimeter-Angelegenheit. Selbst wenn man erkennt, dass der Spieler mit dem Oberkörper schräg zum Tisch steht und der Ball an der hinteren Schulter herunter fällt, heißt das noch lange nicht, dass der Ball auch verdeckt ist. Wenige Zentimeter machen den Unterschied, ob der Rückschläger den Ball sieht oder nicht. Aus der SR-Position nicht zuverlässig zu beurteilen. Ohne zusätzliche SR in der Verlängerung des Tisches nicht zu leisten.