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Zitat von JanMove
Die Logik ist die, dass wir mit unseren Rüstungsexporten versuchen, die Krisenherde weltweit möglichst am brodeln zu halten. Nichts wäre schlimmer als Frieden. Das würde natürlich keiner unserer Politiker zugeben. Als Konsequenz daraus produzieren wir weltweit Flüchlingsströme und jammern dann rum, wenn welche davon bei uns in Europa anklopfen und rein wollen. Aber nein, das sind ja alles bestenfalls nur Wirtschaftsflüchtlinge und wenn's dumm läuft Kriminelle oder gar Terroristen.
Ich zitiere mal Egon Bahr, der weit davon entfernt war als linker Spinner verschrien zu sein und vor Schülern referierte:"In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."
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So ist es und das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern.
Wir haben nun mal wenig bis keine Rohstoffe und müssen sehen wo wir diese möglichst günstig herbekommen.
Es gibt Staaten, die machen das geschickter und die eigene Bevölkerung profitiert, und es gibt Staaten, die machen das ungeschickt.
Im "Kleinen" ist es in der EU im Übrigen nichts anderes. Das politische Ziel ist hier tatsächlich der Frieden, allerdings hauptsächlich zum Eigennutz der Europäer.
Um diesen zu erhalten alimentiert man Süd- und Osteuropa. Man versuchte durch möglichst schnelle Aufnahme der EX-Warschauer Pakt Staaten Russland zu schwächen.
Noch ein Aspekt zu den Flüchtlingen:
Jahrhunderte lang hielt man die Bevölkerung in Afrika und Asien "dumm" und ließ ihnen "zuwenig zum Leben, aber mehr als zum Sterben".
Durch Propaganda (Islam) und neue Medien hat sich ein Gegenpol gebildet, der entweder die Welt ideologisch verändern will (Islam) oder einfach nach einem besseren Leben strebt (sonstige Flüchtlinge).
Wir haben aber das Problem, dass der "Kuchen" nur einmal vereilt werden kann.
Wir haben jetzt drei Möglichkeiten das zu lösen:
Erstens: Waffengewalt!
Darauf wird es am Ende hinauslaufen
Zweitens: Fairer wirtschaftlicher Umgang und die Staaten erhöhen ihre Leistung selbstständig.
Keine Chance Selbst wenn wir es versuchen wird in diesen Staaten die, oft in Europa ausgebildete, Elite ihre eigenen Leute klein halten.
Drittens: Dauerhafte Alimentierung wie bei Süd-/Osteuropa
Dafür fehlt schlichtweg das Geopolitische Interesse. Man macht es punktuell, um die eigenen Hände in Unschuld zu waschen. Siehe Türkei oder in naher Zukunft Libyen. Die Bilder zeigt kein Nachrichtensender.
Man sollte sich immer vor Augen führen:
Die Generation in Europa, die nach 1945 geboren ist, ist die erste, die niemals in ihrem Leben einen Krieg auf heimischem Territorium erleben musste.
Dies zu erhalten läuft halt nicht so angenehm ab, wie es sich mancher Pazifist vorstellt. Unser Frieden hat sehr viel mit Wohlstand zu tun. Rein mit unserer, den schwachen Staaten überlegenen, Staatsform und "Intelligenz" haben wir hier ein System erschaffen, was es in der Menschheit vorher noch nicht gab.
Niemand muss obdachlos sein, niemand hungern. Jeder hat Zugang zu ärztlicher Versorgung.
"Erkauft" ist dies durchaus mit unangenehmen Begleiterscheinungen im Rest der Welt. Niemand hier möchte aber wirklich auf den erreichten Standard verzichten.
Es gibt jetzt schon Probleme am unteren Rand der Bevölkerung bei, im Verhältnis, kleinen Umverteilungen innerhalb der EU.
Arbeitsplätze werden verlagert, der Euro spiegelt nicht unsere Kaufkraft wider usw.
Ginge das Weltweit müssten wir viel viel mehr abgeben.
Das will aber niemand.