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AW: Welche Spielweise ist typisch Frau oder typisch Mann?
Da ist jetzt wirklich die Frage nach der Genese interessant.
Sind Männer vielleicht mehr "Kampfsäue" (wobei besonders Damen im Topbereich auch ordentlich beißen) und brauchen eine Art Prestigeobjekt? Also was der Porsche vor dem Haus, ist im TT der Mõrder-Eröffnungstopspin und der komplizierte Aufschlag mit ausladender Armbewegung und schnellem, grenzwertigem Ballwurf, für den sie dann auch mal Stunden langweiliger Perfektionsarbeit leisten.
Viele Frauen die ich kenne mögen das Herrenprinzip nicht, dass man sich teilweise über ein ganzes Spiel gegenseitig beackert (spielerisch, aber auch durch eine bestimmte Ausstrahlung), und teilweise auch direkt hinterher nicht so richtig warm miteinander wird, bis das Punktspiel rum ist.
Haben Damen durch die andere Muskelstruktur sowieso mehr Probleme, in puncto Spin mitzuhalten? Aber kommt es nicht eh viel mehr auf Timing an, dass die Damen beim Kontern oft viel natürlicher ausstrahlen, da sie Bälle auch öfter früh blocken?
Brauchen Herren evtl. das Adrenalin, das durch ein körperbetontes Spiel vermehrt ausgeschüttet wird? Brauchen sie mehr Anerkennung von der Bande als die Damen, von denen viele sich vor allem damit begnügen können, dass sie im Spiel nicht allzu schlecht aussehen?
(So was "Entwürdigendes" wie nen Hechtsprung hab ich bisher von einigen (jungen) Herren gesehen, aber von keiner Dame).
Modelllernen kann sicher mit reinspielen. Und das funktioniert eben am stärksten mit Personen, mit denen sie sich identifizieren können. Haben ein Junge und ein Mädchen zwei Stunden die Woche (je eine bei nem Mann und eine bei ner Frau), dann würde das Mädchen sich mehr von der Trainerin abschauen, der Junge mehr vom Trainer, grob vereinfacht.
Ich glaub, dass da viel Tiefenpsychologie mit reinspielt, und die Geschlechterrollen in der Gesellschaft eine große Komponente sind.
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Du hoschd Rächd un I han mei Ruh
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