Zitat:
Zitat von Majestät
... Aber letztlich geht es ja auch darum, was man macht und nicht wie man es dann nennt. ...
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Bester Satz

Nur weil das einen Namen hat, ist das noch nicht neu. Don't call it a pizza

....
und weil wir bei Schöllhorn sind:
Zitat:
Differenzielles Lernen (auch „Differenzielles Lernen und Lehren“ bzw. „Differenzielles Lehren und Lernen“)[1] ist ein bewegungswissenschaftlicher Lernansatz, den der Sportwissenschaftler Wolfgang Schöllhorn (damals Münster, heute Mainz) 1999 erstmals zur Diskussion stellte. Bei diesem Ansatz wird die modellhafte Vorstellung motorischer Programme zur Bewegungssteuerung zugunsten einer systemdynamischen Auffassung der Entwicklung von Bewegungsfertigkeiten aufgegeben.
Grundlegend für das Differenzielle Lernen ist die Variation der Bewegungen im weiteren Umkreis von Bewegungsidealen. Hierbei kommt es insbesondere zu einer Neubewertung von Bewegungsfehlern. Diese Fehler, die im traditionellen Training zu vermeiden sind, werden bewusst in den Trainingsprozess integriert. Das folgt Erkenntnissen, nach denen sich Bewegungen sowohl von Situation zu Situation als auch von Person zu Person deutlich unterscheiden.
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Wikipedia
Am Ende habe ich für mich folgendes aus dem differentiellen Lernen mitgenommen:
- max. Bewegungserfahrung durchführen (auch in Extremen, aber nur kurz)
-- z.b. Dinge hinzufügen/wegnehmen, Bewegung übertreiben/minimieren
- Fehler bewusst herbei führen
- optimale Bewegung selbst finden lassen
- saubere Technik gibt es nicht
- die Bewegung wird über das Mittel stabiler, da mehr Erfahrungspunkte vorliegen.
Da ist dann eine Streuung beim offenen Spiel auch nur eine "Abweichung". Je mehr der Spieler*innen davon hat, desto schneller wird selbst optimiert. Je größer die Abweichung, desto mehr Rauschen wird erzeugt (sehr, sehr vereinfacht).
Ich persönlich glaube, dass in unserer Gesellschaft andere Wege gebraucht werden um etwas nachhaltig zu verankern. Wir müssen die 5 Mio Bälle, die ein Chinese mit 10 Jahren gespielt hat, ja irgendwie etwas entgegensetzen. Das geht nur über andere Lernmethoden, da der Drill bei uns so kaum gesellschaftlich akzeptiert wird.
Am Ende geht es darum diesen Erfahrungsschatz anders zu erzeugen. Dazu dienen die max. Streuungen und die vom Spieler*innen entwickelte eigene optimale Bewegung.
Persönlich orientiere ich mich immer daran, ob der Ball qualitativ gut ist und ob der Spieler den nächsten Ball auch spielen könnte.
Dann sollte das klappen.
Gruß Tom
PS: Danke, dass ihr hier mit mir so diskutiert. Das macht mir echt Spaß.