Ich hab' mich nun ein paar Tage anderweitig beschäftigt und sehe, dass weiter 'ne Menge dazu geschrieben wurde, sowohl hier als auch im Feedback auf den mytt-Beitrag der drei Verbands"vorsteher".
Das Interview bei mytt hatte ich noch am Tag der Veröffentlichung zu Gemüte geführt. Ich muss sagen, dass sich mir die Kammhaare hochstellten, der Hals anschwoll. Diese Bagatellisierung der paar Fehlerchen, dieses Gönnerhafte zu den Feedbacks (ein paar wichtige Kritikpunkte seien ja schon dabeigewesen) sowie die Marginalisierung der Kritiker in den Promillebereich, den sie nach Sichtung aller gelaufenen Feedbacks wohl eher für sich in Anspruch nehmen können ... und das Ganze dann noch mit freudestrahlenden Konterfeis bebildert.
Vollkommen gleichgültig, ob das alles so hochnäsig gemeint ist wie es rüberkommt oder einen von Naivität getragenen grandiosen Realitätsverlust widerspiegelt: Das war ein Eigentor erster Güte! Entweder
man hat sich alles andere als Freunde gemacht, oder aber es muss in DIESER Frage an der Kompetenz der Verantwortlichen gezweifelt werden, DIESE Dinge beurteilen zu können.
Zur Kommunikation der Umstellung:
Die mytt-User wurden auf die Beta-Version des integrierten click-tt hingewiesen, sind aber nur der kleinere Teil der Aktiven. Die reinen click-tt-Nutzer konnten sich überhaupt nicht äußern! Sich darauf zu verlassen, dass die Vereinsoffiziellen das Thema schön in ihre "Gemeinde" tragen ist entweder total blind oder gewollt, damit nichts passiert. Wenn man wirklich an Feedback aus diesem Kreis vor Freischaltung der Umstellung interessiert gewesen wäre, dann hätte man auf der Homepage von click-tt einen dicken Hinweiskasten platziert (oder eine Seite davorgeschaltet), und zur Umstellung dann natürlich auch und dazu erklärt, was jetzt anders ist, dass längst noch nicht alles fertig ist etc., an wen Fehler und Verbesserungsvorschläge gesendet werden können bzw. eine Blog-Seite dafür einzurichten, wo alle Interessierten mitlesen und -reden können so sie wollen, was wiederum vom Projektmanager moderiert wird. So einfach hätte man solch ein doppeltes Desaster (1. grauenhafte Verschlimmbesserung - neben den vielen Bugs noch optisch wie funktionell - von click-tt, 2. Imageschaden der Verbandsvorderen) verhindern können. Sorry, das ist eigentlich so was von selbstverständlich, also bitte keine Gegenrede à la "Hinterher kann man immer gut klugscheißen"!
Zur Vermarktung hatte ich ja schon einiges geschrieben: prinzipiell ist DAfür ein Zusammenlegen beider Websites sinnvoll, sowohl pekunär als auch user-freundlicher KANN das sein, aber eben auch nur wenn man es gescheit macht, seine Nutzer dabei nicht verprellt, auch wenn man ein Monopol hat, das diese selbst kreiieren, sondern die verschiedenen Interessenlagen berücksichtigt. Die click-tt-User haben eindeutig gesprochen, auch auf der mytt-Seite! Sie wollen die Griffigkeit ihres geliebten click-tt nicht dem Fetish personalisierter Aufbereitung opfern.
Ob es zeitnah zu wesentlichen Verbesserungen kommt? Ich habe da ernsthafte Zweifel, nicht nur wegen der reinen Menge an Fehlern. Wenn ich nur an folgendes denke: Ich habe mich beim click-tt auf der mytt-Seite eingeloggt (mit den Daten meines NOCH gültigen premium-account), mein Name erscheint oben auf der Seite; ich clicke im Spielbericht auf einen Spielernamen. Das Einzige, was ich dort über den Spieler erfahren kann, ist sein "Spielerportrait". Wenn ich seinen TTR wissen will oder was da sonst noch in Grau angeboten wird, soll ich mich einloggen und werde aufgefordert mich zu registrieren.

Ich wechsle daraufhin in den orangenen mytt-Bereich, wo ich mich doch zuvor angemeldet hatte. Da bin ich dann gar nicht mehr angemeldet, mein Name erscheint folglich nicht mehr oben rechts. Schöner Salat, tolle Integration! Aber alles toll und bringt ja so viele tolle Vorteile, die die zwar kaum einer will - ich sag nur: Badges - darauf hat die Welt gewartet

-, aber was bedeutet das schon?
Wie kann man seine Basis bzw. Klientel mit so einem Haufen Schrott konfrontieren und quälen - mit dem Argument, dass die Mannschaft, die daran arbeitet, dann ehrgeiziger sei als wenn man die Umstellung erst macht, wenn die Fehler weitestgehend ausgemerzt sind? "Vollstes Vertrauen" soll man da haben bzw. verstehen, dass die Verbände dieses in mytt haben? Es wäre für Herrn Keil und seine Kollegen an der Zeit, nach der ganzen Keile hier, bei dem manches auch mal schräg daher kommt, sich vielleicht ein wenig zu hinterfragen. Ein Eingeständnis wäre z.B. eine vertrauensbildende Maßnahme. Vielleicht steckt's ihm/ihnen ja noch einer; denn sie lesen ja hier nicht mit.