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AW: Einführung Videobeweis im Tischtennis wie im Fußball und Tennis
Wenn die Einführung einer Regel strittige Diskussionen vermeidet, dann ist es doch etwas Positives. Und um diesen Sinn geht es mir.
Ich kann aber nicht nachvollziehen, weshalb es durch ihre Einführung zu mehr strittigen Diskussionen führen würde und nicht umgekehrt.
Das würde unterstellen, dass sich die geistige Haltung von Spielern (Stichwort: Fairness, Ehrenkodes, usw.), die hier so hoch gelobt wird, sofort ins Negative ändern würde, weil nur noch alle immer wieder reklamieren würden.
Das Stichwort "Reklamieren" ist für mich kein Argument. Man reklamiert doch jetzt auch nicht-eindeutige Situationen. Mit dieser Regel würde aber nicht mehr nicht-eindeutige Situationen entstehen, sondern nicht-eindeutige (insbes. aber eindeutige) Situationen gefiltert werden. Und das ist das, was mich stört, kennt wohl jeder:
1) Ball wird mit Seitenschnitt gespielt, springt nach rechts ab und trifft die rechte Tischtkannte und ändert deutlich die Flugkurve nach unten. Diskussionen entbrennen, weil er die Tischkannte an der Seite getroffen hat! => Tja, geht aber physikalisch nicht. Trotzdem hast du Diskussionen.
2) Ball trifft Tischkannte von der Seite, springt nach unten ab. Aber: Diskussionen entbrennen, weil einer die Flugbahn doch anders gesehen hat.
3) Ball trifft Tischkannte von der Seite, springt nach oben ab. Aber: Diskussionen entbrennen, weil einer die Flugbahn doch anders gesehen hat.
4) [Kannst du dir selbst konstruieren]
=> Die neue Regel besagt: Kante ist Kante = keine Diskussion => Wiederholung. Alles super.
Einer der Vorschreiben hat bspw. geschrieben, dass die insbes. die Japanerinnen alles nehmen, was sie kriegen können. Um etwaige Trends zu durchbrechen, wäre diese Regel sinnvoll, denn ein TT-Spiel besteht zum Großteil NICHT aus knapp bzw. schwer zu entscheidenden Bällen. Das wird hier aber durch die die Äußerungen offenbar implizit angenommen (siehe auch oben: geistige Haltung)?!
Geändert von ttttt (17.12.2017 um 23:41 Uhr)
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