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Alt 17.12.2017, 23:47
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von mithardemb Beitrag anzeigen
Das ist jetzt wohl eher ein Beispiel für einen Unternehmen vs. einem Angestellten, aber konfrontieren wir auch dieses Beispiel mal mit der Realität. Wie heißt das heute doch so schön: Faktencheck.

- B1 gehört zu den sehr wenigen Unternehmern die extrem erfolgreich sind.
- Das Gros der Unternehmer ist entweder Alleinunterhalter oder hat sehr wenige Angestellte. Er hat im Schnitt größere Sorgen im Alter mit Krankenversicherung und Ruhestandsbezügen.

- B2 droht das Risiko den Job zu verlieren und eine schlechter bezahlte Arbeit annehmen zu müssen. Bessere Bildung hilft dieses Risiko zu mindern, kann es aber nicht ausschalten. Trägt jetzt B2 ein größeres Risiko als B1? Statistisch gesehen zur Zeit nicht.

- B3 hat wohl eine gewissen Mitverantwortung wenn er Luxusgüter konsumiert und diese per Kredit finanziert.


Jetzt noch die Frage nach dem großen Schiedsrichter Staat. Wohin genau soll er denn das Ruder stellen?

- Wollen wir die Globalisierung als größte Exportnation der Welt im Ernst rückgängig machen? Auf dem Binnenmarkt gibt es dann die Konkurrenz vom Ausland nicht mehr und Lohndumping kann man einfacher begrenzen. Aber wir verlieren dann auch Arbeitsplätze im zweistelligen Millionenbereich. Schaut euch doch mal an wo ihr arbeitet. Exportiert euer Arbeitgeber Waren oder Dienstleistungen direkt ins Ausland oder macht das der Kunde? Sehr viele werden das mit 'ja' beantworten.

- Wollen wir ausländisches Kapital *die Heuschrecken* wieder aussperren? 2004 fand eine Öffnung von Hedgefonds für Privatanleger statt. Dass das nicht Position der Arbeitnehmerrechte stärkt war der damaligen SPD Regierung sicher auch klar. Weshalb hat sie es wohl trotzdem gemacht?

Es gibt viele Stellschrauben mit denen der der Staat steuern kann. Aber jede von denen hat Auswirkungen die man vorher auch bedenken sollte.
Unterscheide Bitte "Globalisierung" von "offenem Arbeitsmarkt"

Lassen wir uns auf einen Kampf über den Lohn ein werden wir immer verlieren. Ein Mercedes kostet halt mehr als ein Dacia.

Millionen Arbeitsplätze sehr Ich bei einer moderaten Korrektur nicht gefährdet.

Wo sind Strafzölle auf chinesische Artikel. China arbeitet seit Jahren mit einem massiv unterbewerteten Yuan und ist vom Export viel abhängiger als wir. Die Einfuhrzölle auf Autos sind schon extrem hoch dort. Unsere Autos werden trotzdem als Statussymbol gekauft ebenso wie man Andro oder Bty spielt.

Der Asiate setzt viel mehr auf Status als wir.

Auch in der EU könnte man etwas regeln. Will man aber anscheinend nicht.

Bei Heuschrecken würde schon reichen für 5 oder 10 Jahre Entlassungen zu untersagen. Dann trennt sich der seiöse Investor vom Spekulant.

Zu meinem Beispiel:

Ich habe bewusst verzichtet auf Banken und Fremdkapital. Es sollte einfach dargestellt sein.

B1 repräsentiert den "Patriarchen" Etwa 5% der Bevölkerung, wenn überhaupt.

B2 den Mittelstand

B3 die unteren 50% der Bevölkerung, die nach Abzug der Schulden kein Vermögen haben.

Es sollte dargestellt werden, dass eigenverantwortliche Marktwirtschaft in einen geschlossenen System mit Regeln funktioniert. Dort regelt es in der Tat der Markt.

Werden aber elementar wichtige Regeln abgeschafft unsanft Marktteilnehmer bevorteilt, dann muss man das System und die Regeln anpassen.

Ob nun Importzölle, die man als Subventionen gleich weiterschiebt, Mindestlöhne oder andere Sachen. Wenn China seit Jahren per Dumping hier versucht ganze Industrien erst platt zu machen und danach dann die Preise zu erhöhen, dann ist das keine Marktwirtschaft.

Dafür haben wir hier Aufsichtsbehörden. Weltweit kann man aber anscheinend machen, was man will.