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AW: DER Thread für politisch Interessierte
Noch eine Ergänzung:
Es hält sich hartnäckig die Mär, dass unser Export bei anderen Regularien oder Wiedereinführung der DM einbrechen könnte.
Dieses Szenario gab es mehrfach während der 70er und 80er Jahre. Ähnlich wie beim Mindestlohn würde der "halbe Weltuntergang" vorausgesagt.
Was ist wirklich passiert?!
Mehrfach wurde die DM stark aufgewertet. Anfang der 70er hatte der Dollar noch einen Stand von 4:1, was bis auf 1:1,6 über die Jahre sank.
Unser Export wurde aber immer stärker.
Gleichzeitig wird bei dieser Rechnung volkswirtschaftlich nicht bedacht, dass man die Importe gegenrechnen muss. Jeder regt sich darüber auf, dass importiertes Obst und Gemüse so teuer geworden ist. Die Zucchini wird halt in Euro und nicht in Lira bezahlt, ebenso wie die Liege am Strand auf Mallorca.
Ebenso importieren wir Kohle, Öl und andere Rohstoffe im Wechsel Euro-Dollar.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es Ländern mit ähnlicher Struktur wie Deutschland mit schärferen Regeln und eigener Währung durch die Bank besser geht.
Für die Schweiz und Norwegen gilt in etwa bei einfachen Tätigkeiten die Formel "doppeltes bis dreifaches Einkommen (je nach Wechselkurs) bei 1/3 bis 1/2 höheren Lebenshaltungskosten. Es bleibt in diesen Ländern ein Vorteil bei der Kaufkraft von ca. 30%.
In der Schweiz kommt, je nach Kanton, noch ein nicht unerheblicher Steuervorteil hinzu.
Warum ist das so!?
Rolex und Hilti (Liechtenstein) werden nicht über den Preis verkauft. Rein über Qualität. So ist das mit unseren Produkten ebenfalls
Auch Großprojekte leiden unter europaweiten Ausschreibungen und dem Billigwahn. S21 oder BER wären früher nie passiert. Engagiert man aber den rumänischen Subunternehmer des polnischem Subunternehmers des "deutschen" Hauptauftragnehmers HochTief, eigentlich in spanischer Hand, dann braucht man sich nicht zu wundern.
Dazu haben wir unser einzigartiges Bildungssystem mit schwierigem Abitur, folgend mit anspruchsvollen Diplomstudiengängen im Zuge der Gleichschaltung für ein Massenabi und folgendem Bachelor, der im drei Jahren m arktunfähige Fachidioten en gros produziert, so dass die Unternehmen erst mit langem Trainee und betriebsbegleitendem Master arbeitsfähig machen müssen, geopfert.
Geändert von Noppenzar (18.12.2017 um 04:29 Uhr)
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