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Alt 20.12.2017, 15:47
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

@Blindes Huhn:

Wir sind gar nicht soweit auseinander.

Was du "kompliziert" nennst, würde ich als Zielkonflikt beschreiben.

Im Grunde sind fast alle größeren Organisationen identisch aufgebaut, nämlich hierarchisch.

Das geht von der Verwaltung über die Armee, vom Mittelstand bis zum Großkonzern.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht der Klügste dort aufsteigt, sondern derjenige, der sich am besten anpassen kann.

Und hier wird es dann wirklich kompliziert.

Sagen wir mal du kommst von der Uni, hast einen Doktor und fängst in einer großen Rechtsanwaltskanzlei an. Es fängt schon damit an, dass du für die 100k dich selbst verrätst und sämtliche Entscheidungen nur im Mandanteninteresse gefällt werden. Moral und Ethik hast du "verkauft".

Du machst also Umsatz und willst "hoch". Jetzt hast du aber 10 Miteinsteiger, die ebenfalls Prädikatjuristen sind. Jetzt wird es kompliziert. Du musst mit denen einerseits an einem Strang ziehen, andererseits must du sie aus dem Weg räumen, um aufzusteigen.

Nach 2 Jahren ist es soweit, du bist Senior Associate und die andren neun werfen gefeuert und durch neue Absolventen ersetzt.
Du hast nun 250k, willst aber Partnerschaft werden. Hier hast du wieder Konkurrenz.

Kurzum: Das geht immer so weiter, bis du oben bist.

Also ist mMn. das Problem nicht die Arbeit oder Tätigkeit an sich, sondern der menschliche Faktor.

Ähnlich in der Politik:

Die Parteien haben mehr gemeinsam, als man denken könnte. Nur machen es innerparteiliche und wahltaktische Spiele kompliziert.

Bsp: Flüchtlinge:

Regeln und Gesetze sind eindeutig. Allein die Parteien machen es mit Blick auf ihre Wähler kompliziert.

Dazu kommen NGO's, Medien und Lobbyisten, die alle die Bevölkerung manipulieren.

Rein in der Sache ist es aber nicht kompliziert.

Armeen wissen um diese Probleme und stellen Befehlsverweigerung oder Fahnenflucht deshalb unter hohe Strafen. Die MÜSSEN im Zweifel funktionieren.

Was passiert, wenn das nicht so ist sieht man an unserer Polizei. Mittlerweile derart politisiert, dass sie sich noch nichtmL bei akuter Bedrohung mit der Waffe verteidigen und lieber eigenen Schaden in Kauf nehmen. Heraus kommt dann so ein Mob wie in Köln, obwohl es eigentlich "einfach" gewesen wäre das zu verhindern, nämlich dir Schusswaffe zu gebrauchen. Erst Warnschuss, dann ins Bein, bei Bedrohung des eigenen Lebens finaler Rettungsschuss. Dann wäre nichts passiert.

Nach Recht und Gesetz möglich, aufgrund der Politik nicht angewandt.

Und so ist es bei vielen Dingen.