Zitat:
Zitat von Noppenzar
Und der Faktor Holz?
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Das Holz spielt ebenso eine Rolle in Bezug zu Spin und Tempo wie die Beläge, sofern gewisse Standards gegeben sind (man nehme keine glatten oder abgespielte Beläge, sondern minimum neue griffige). Auch wenn es tatsächlich eine Wissenschaft ist und man alle Werte objektiv messen kann, würde ich den Otto-Normalspieler dennoch nicht raten, sich damit groß zu beschäftigen, es sei denn man ist da wirklich interessiert.
Belag- und Holzwahl ist auch gar nicht sooooo kompliziert, wie man aufgrund der Auswahl annehmen könnte. Nehmen wir das Beispiel Angriffsspieler mit Bezirksliga Stärke:
Man sollte hier mal 2 Standardhölzer testen, einmal ein 5 schichtiges Vollholz und dann ein Kunstfaser Holz (Carbon). Darauf 2 Medium Beläge in 1.9-2.1 aus denn meist gespieltesten und bekanntesten Serien wie Tibhar Evolution, Butterfly Tenergy, Donic Bluefire, etc. Bei den Belägen wird man schon nach dem Aufwärmen merken, ob man es härter oder weicher möchte, schneller oder langsamer, dicker oder etwas dünner. Beim Holz achtet man auf Ballrückmeldung, Gefühl, ist das Holz zu steif und man zieht jeden Topspin ins Netz oder will man es härter, weil die Technik passt und viel Tempo und Spin generiert werden kann. Und je nach Vorlieben passt man dann das Material etwas an, also härter, dicker, etc. Falls ein Vollholz passt, aber 5 Schichten zu langsam sind, nimmt man eben ein 7 schichtiges. Welches 7 schichtige Holz dann "das beste" weis dann auch keiner, das weis man nichtmal selbst, sofern nicht alle Hölzer getestet wurden. Wie ich in meinen Post schon davor versucht habe zu beschreiben:
Ob man einen Tibhar Evolution MX-P oder MX-S spielt ist keine ideologische Frage mehr, sondern für den Amateurspieler eine reine "Gefühlssache". Es handelt sich da tatsächlich nur um Nuancen. Die Frage ist eher ob Vollholz oder Carbonholz, soft Belag oder harter Belag. Und solche fundamentalen Fragen was einen persönlich liegt erkennt man hoffentlich recht schnell.
Aus diesem Grund sollte man sich an Grundpfeilern bei Belägen und Hölzern orientieren und mal wenigstens 2 unterschiedliche Hölzer mit unterschiedlichen Belägen gespielt haben (man nehme einfach mal den Schläger des Nachbartisches). Ich denke da erkennt man recht schnell was einem liegt oder nicht und daraus grenzt man den möglichen Rahmen schon sehr ein. Und ob nun wissenschaftlich nachgewiesen mit einem Evo MX-P 5% mehr Spin erzeugt werden kann als mit einem Bluefire M1 ist dann nicht mehr ausschlaggebend mMn.
Deshalb ja es ist eine Wissenschaft und man kann ALLES wissenschaftlich messen. Die Messwerte sollten allerdings dennoch nicht allzu viel Einfluss auf die Kaufentscheidung haben aufgrund der oben erklärten Gründe.