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Alt 04.01.2018, 14:15
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: MyTischtennis statt click-tt?

Zitat:
Zitat von thomasjohn Beitrag anzeigen
Also die Eigentumverhältnisse der My-TT GmbH sind wie folgt:

Je (nur!) 5% :
WTTV, TTVN, BTTV, TTV Württemberg-Hohenzollern

10%:
Herr Jochen Lang

70%:
Sporthouse AG (Vorstand Herr Klaus Albrecht - http://www.sporthouse.de/impressum.cfm)
Ist lange bekannt.

Da hängt aber noch eine Zwischengesellschaft mit drin, wo die Sporthouse AG die Anteile an myGolf und mytt gebündelt hat.

GF sind Klaus Albrecht und Jochen Lang.

Gegen die Mehrheit eines Fremdkapitalgebers und Anteile eines GF ist ja in der Privatwirtschaft auch gar nichts zu sagen.

Das ist halt üblich,; wenn die Gründer einerseits wenig EK haben, damit man schnell wächst (Google/Facebook) andererseits ist es auch üblich den CEO (GF) zu beteiligen. So haben sich die beiden Goigle Gründer damals einen Top-CEO mit ins Boot geholt, der über Anteile zum Milliardär wurde.

Alles gut und korrekt in der Privatwirtschaft. Ziel ist dort eigentlich immer der Exil über die Börse (siehe aktuell Spotify, die mit 19Mrd vorbewertet werden) oder eine Übernahme eines großen Konzerns (siehe WhatsApp oder Snapchat).

Auch Tesla ist ein ähnliches Konstrukt.

Es ist ein win-win Geschäft

Auch Finanzinvestoren wie Blackrock oder KKR arbeiten ähnlich.

Und jetzt komme ich zum Widerspruch im Verbund mit einem gemeinnützigen Verband:

Ein Exil oder Verkauf ist hier eigentlich nicht das Ziel des Unternehmens. Der Zweck liegt hier nicht in der Unternehmenswertsteigerung sondern in maximalem Gewinn. Unbegrenzt mögliches Wachstum gibt es hier nicht.

Und dann kann auf lange Sicht so ein Kostrukt auch zum Nachteil der Verbände im Vergleich zur kreditfinanzierten Unternehmung sein.

Macht die Firma Gewinn, dann sind 80% des Geldes auf Dauer weg. Bei einer Bankfinanzierung wäre aber irgendwann der Kredit getilgt.

So hat man zwar zu Beginn das Risiko gesenkt und spart zudem Zinsaufwendungen, aber irgendwann, wenn die Firma Gewinne abwirft, dreht sich das über Jahre in einen Nachteil.

Den Grundgedanken des Konzepts seitens der öffentlichen Hand kann ich hier schon nachvollziehen. Man hatte möglicherweise Zweifel ob da jemals schwarze Zahlen bei rauskommen und hat sich über die "PA-Anteile" , unabhängig vom Geschäftsverlauf, durchgängig "sichere" Einnahmen garantieren lassen.

Auch noch nachvollziehbar.

Soweit war das Alles ja auch vollkommen in Ordnung bis zur Zusammenlegung mit Click-tt.

Dort dreht sich das jetzt in einen Nachteil. Natürlich möchte der Mehrheitsgesellschafter in diesem Fall den Gewinn maximieren. Die PA laufen nach Vertrag und es bleibt nur eine Erhöhung des Gewinns über Werbung. Die so bezeichneten "Sponsoren" zähle ich mal darunter.

Und damit komme ich zum Hauptpunkt meiner Kritik:

Hier hat sich der Verband mMn. übertölpeln lassen. Man gibt eine mitgliederfreundliche Darstellung in Click-tt auf, um mehr Werbeeinnahmen zu generieren.

Macht für den Verband aber bei einer Minderheitsbeteiligung mMn. äußerst wenig Sinn.

Und da sind wir dann beim Problem der Gemeinnützigkeit.

Zuerst ist der Verband immer seinen Mitgliedern verpflichtet. Hier aber belastet man diese mit Werbebannern und einer schlechteren Darstellung gegen die ja, wäre es ein rein privatwirtschaftlicher Zweck, ebenfalls nichts zu sagen wäre.

Der User könnte wählen.

Dies kann er hier aber nicht und das mMn. zu einem, für den Verband, schlechten Output.

Bei Anteilsverhältnissen von 20/80 wird der Ertragsanteil der GmbH für den Verband immer vernachlässigbar sein.

Wären die Anteile beim Verband bei 80, 90 oder 100%, dann würde ich sogar sagen, dass such der Schritt der Zusammenlegung für die Verbände lohnt.

Hier aber gibt man etwas hervorragendes (click-tt) auf für im Grunde "Peanuts".

Dem Mehrheitsgesellschafter und GF mache ich gar keinen Vorwurf. Deren Ziel ist die Gewinnmaximierung und wäre ich GF hätte ich das dem Verband ebenfalls vorgeschlagen.

Dass dieser dann zustimmt steht auf einem anderem Blatt.
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