Einzelnen Beitrag anzeigen
  #516  
Alt 16.01.2018, 18:28
Noppenzar Noppenzar ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion **
 
Registriert seit: 08.04.2008
Alter: 49
Beiträge: 8.312
Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: MyTischtennis statt click-tt?

Zitat:
Zitat von Der springende Punkt Beitrag anzeigen
Und genau das passiert bei myTischtennis. Alle bisherigen Gewinne werden reinvestiert und fließen in unsere Sportart.
Das halte ich für etwas irreführend formuliert.

Wäre es eine gGmbH in Gemeinnützigkeit dann würde diese Aussage ja stimmen.

Hier aber handelt es sich um eine rein gewinnorientierte GmbH.

Und ich erkläre er dir nochmal:

Der ausgeschüttete Gewinn ist hier nur nebensächlich interessant. Das was du als "Ausschüttung" bezeichnest sind Betriebsausgaben der mytt GmbH und für die Verbände "Einkpnfte aus Beteiligungen".

Vielmehr ist es so, dass das nicht ausgeschüttete Geld, welches deiner Aussage nach ja reinvestiert wird, den Unternehmensweit steigert oder in Zukunft steigern soll.

Damit erhöht sich der Wert für jeden Anteilseigner.

Und da halten die Verbände 20/80.

Es ist doch egal, ob Sporthouse jetzt jedes Jahr 200.000 Euro ausgeschüttet bekommt oder in 10 Jahren für 2 Mio den Anteil verkauft.

In der Summe bleibt es gleich

Nimm deine Beispiele Google oder Facebook. Die haben jahrelang keine Ausschüttung, hier genannt Dividende, vorgenommen. Trotzdem sind die Frendkapitalgeber Von Bechtoldsheim (Google) und Thiel (Facebook) mit ihren Anteilen von wenigen Prozent mehrfache Milliardäre geworden.

Auch hier wurde der Gewinn in Zukäufe und Marketing reinvestiert.

Ich befürchte, dass du in Sachen Finanzwirtschaft ein absoluter Laie bist. Du wirfst vieles durcheinander und scheinst die Geschäftsmodelle nicht zu verstehen.

Nochmal einfach erklärt:

Werden Gewinne reinvestiert, dann geschieht das auf Beschluss der Gesellschafter. Betriebswirtschaftlich geht man in so einem Fall davon aus, dass die nicht ausgeschüttete Liquidität langfristig einen höheren Ertrag bringt als eine aktuelle Ausschüttung. Zudem kann es durch die unterschiedliche Besteuerung von juristischen und natürlichen Personen Vorteile haben nicht auszuschütten.

Und um das ganze nochmal mit Google und Facebook zu vergleichen:

Lang nimmt hier die Position eines Page/Brin/Zuckerberg ein.

Er ist sowohl Gesellschafter als auch CEO. Am ehesten von der Anteilsscheine vergleichbar mit Steve Jobs, der, aufgrund eines früheren Exits, auch nur Minderheitsgesellschafter war.

In der AG heißt der Posten dann CEO, bei mytt Geschäftsführer.

Diese bekommen ein Gehalt, was ganz normal der Sozialversicherung und Steuer unterliegt. Man ist gleichzeitig Angestellter und Teilhaber.

Also bitte assoziiere nicht "keine Ausschüttung" mit "kein Geld für die Teilhaber".

Der Anteil an der Firma ist, wie bei einer AG die Aktie, ein Sachwert.

Bei Aktien kannst du es gut verfolgen, wenn bei Ausschüttung ein sog. "Dividendenabschlag" in den Kurs eingerechnet wird. Es mindert sozusagen die Bewertung.

In der AG ist der Unternehmenswert dann die Marktkapitalisierung. Bei einer GmbH wird so etwas halt nichtöffentlich kalkuliert.

Ich will es aber nicht noch komplizierter machen für etwaige Laien, nur sollten in der Darstellung auch die tatsächlich gegebenen Fakten gezeigt werden.

Und "keine Gewinnausschüttung, kein Geld" ist so gesagt einfach falsch!
Mit Zitat antworten