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Zitat von pibach
So einfach ist das nicht.
Schau mal die obigen Beispiele: Gates, Bezos oder Zuckerberg - die sind alle ohne Anfangskapital und durch eigene Firmen so reich geworden. Im Prinzip hätte das jeder mit ähnlicher Idee genauso schaffen können. Eine Aggregation von Kapital durch Zinsen ist hier überhaupt nicht beobachtbar, sondern in diesen Fällen sogar das Gegenteil. Warum sich herausragender wirtschaftlicher Erfolg auf bestimmte, wenige Fälle konzentriert liegt an ganz anderen Faktoren, die für eine Tendenz zu "the winner takes it all" sorgen.
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Zähle die auch noch unter "Glücksfälle".
Kein Kapital ist auch falsch. Gates und Zuckerberg stammen aus wohlhabenden Elternhäusern.
Richtig ist, dass sie Anteile an ihrer Idee gegen Venture Capital verkauft haben, Zuckerberg z. B. an Peter Thiel.
Das Vermögen gründet sich auf der Wertsteigerung ihrer Aktien.
Sie haben also auch mit Aktien ihr Vermögen gemacht.
Wer beim Börsengang von Microsoft 10.000 Euro dort angelegt hatte ist heute Millionär. Fällt nicht so im Kurs auf, da mehrfach ein Aktiensplit vorgenommen wurde.
Ich spreche aber vom "normalen" Mittelstand.
Oder ein anderes Beispiel:
Vergleich Chefarzt A mit Tischtennisprofi B:
Beide starten mit Null.
Chefarzt A ist mit 30 fertig, mit 40 Oberarzt und mit 45 Chefarzt.
Bis 35 kann er wenig zurücklegen. Ab 45 verdient er 250.000 Netto im Jahr, wovon er 150.000 spart.
Legt er geschickt an hat er mit 65 ca. 5 Mio Euro bei 7% Rendite.
Tischtennisprofi B fängt mit 20 an 250.000 Netto zu verdienen und beendet mit 40 seine Karriere.
Auch er hat nach 20 Jahren 5 Mio zusammengespart.
Er legt sein Geld weiterhin zu 7% an und erreicht mit 60 Jahren schon knapp 20 Mio Vermögen.
BEIDE Parteien haben im Leben etwa gleichviel Geld mit ihrer Arbeit verdient. Der Zinseszins sorgt aber dafür, dass Tischtennisprofi B 15 mio mehr auf dem Konto hat mit dem 65. Lebensjahr.
Die, von Dir erwähnte, "Goldene Geschäftsidee" kann man nicht planen. Investoren wie Thiel geben hunderten bis tausenden Start-Ups etwas Geld in der Hoffnung dass ein einziger "Jackpot" dabei ist.
Die "Höhle der Löwen" basiert genau auf diesem Prinzip. Wieviele Teilnehmer sind denn da reich geworden?
Die beiden Jungs, die die Mathematik App für 20 Mio verkauft haben, aber über die vielen Rohrkrepierer berichtet keiner.
Sicher ist es ratsam möglichst viel zu verdienen und je jünger, desto besser.
Die meisten Menschen scheitern aber schon daran, dass sie einfach keine Disziplin haben durchzuhalten.
Es ist im Grunde einfache Mathematik. Erhöht man Währenddessen noch sein Einkommen, dann wirkt das nochmal wie ein Booster.
Es geht auch nur mit Sachwerten. Ohne ist noch kein Mensch vermögend geworden ausser den genannten "Glücksfällen".
Ohne die tausende Prozentpunkte Wertsteigerung seiner Aktien wäre auch Gates "nur" Multimillionär.
Amazon ist noch extremer. Die haben bisher kaum Gewinn gemacht. Bezos' Vermögen gründet sich auf seinen Aktienanteilen am Unternehmen.