Zitat:
Zitat von appelgrenfan
Vorbemerkung: Mein Spiel ist recht variabel und ich muss mich eigentlich immer auf den Gegner einstellen, hab kein Spiel, das ich auf Biegen und Brechen durchziehen kann. Spiele grundsätzlich zunächst eher passiv, um zu schauen, was der Gegner so macht und kann.
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Naja, das heißt dann eher, dass das Variable dein Spiel ist. Ich denke das ist ein wichtiger Unterschied. Wenn ich Anfänger oder viele Jugendliche sehe die noch nicht so gefestigt sind, die spielen alles mögliche, die haben kein Spiel was sie durchziehen. Planlos halt.
Man sollte aber immer einen Plan haben und sein Spiel durchziehen.
Dein Plan ist dann eben BEWUSST den langsameren Spin zu spielen, BEWUSST mal mit höherer Flugbahn in die Rückhand, BEWUSST lang angeschupft, usw.
Du hast ja Appelgren in deinem Namen, das passt ja ganz gut als Vorbild. Variabel und trotzdem nen klaren Matchplan und sein Spiel durchgezogen.
Zitat:
Zitat von appelgrenfan
Nun kommt es häufig vor, dass ich den ersten oder die ersten zwei Sätze knapp verliere; da sind natürlich immer zwei, drei vermeidbare Fehler pro Satz dabei. Soll ich in dieser Situation mein Spiel weiterspielen und versuchen, die einfachen Fehler zu vermeiden? Dann müsste es ja "rein rechnerisch" klappen, die nächten Sätze zu gewinnen. Oder soll ich versuchen, mein Spiel umzustellen? Denn es ist ja eher utopisch zu glauben, ich könnte drei Sätze quasi fehlerfrei bleiben.
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Also das ca was man gerne mal von außen als Coaching hört. Einfach 2,3 Fehler weniger machen und dann läuft das

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Nein natürlich nicht. Das kann vielleicht mal funktionieren, wenn du vorher tatsächlich ungewöhnlich viele Fehler gemacht hast, wo du weißt, das es schon reichen kann wieder auf ein normales Fehlerlevel zu kommen.
Aber ich behaupte mal das hat man als TT-Spieler im Gefühl, ob man sein Spiel so weiterspielen sollte oder nicht.
Wenn ich zB zwei mal nen Satz nicht nauch Hause kriege, aber weiß dass die Taktik am erfolgversprechensten ist, dann freut sich der Gegner, wenn ich anfange zu zweifeln und irgendwas umzustellen.
Ist alles nicht so leicht, man sollte einfach sein eigenes Spiel definieren und das was man spielen möchte.
Es kann auch sein, dass man etwas spielen möchte, was man nicht so gut kann bzw NOCH nicht so gut kann. Hauptsache man ist selbst glücklich damit.
Die gut gemeinten Ratschläge der Teamkollegen wie man hätte spielen sollen würde ich höflich ignorieren, sofern da nix Substantielles dabei ist

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