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Alt 12.02.2018, 16:59
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: MyTischtennis statt click-tt?

Natürlich. Leute "vom Fach" können sich da recht schnell ein halbwegs passendes Bild machen.

Für Fachfremde muss man das halt in einfachen Worten erklären.

So ist es für einen Laien schwer nachvollziehbar, dass es manchmal cleverer sein kann Gewinne in der GmbH zu belassen als auszuschütten. (Die als "Ausschüttungen" beworbenen Zahlungen an die Verbände sind keine Gewinnausschüttungen. Es handelt sich vielmehr um, man könnte für den Laien sagen "Gebühren" und "Lizenzen". Für Mytt sind das schlicht und einfach Betriebsausgaben, die dazu dienen mit Daten und Werbung Geld zu verdienen.)

Belässt man das Geld in der Firma kann man damit investieren und so ggfs. den Wert der Firma steigern.

So könnte zum Beispiel ein Teilhaber nach 10 Jahren an jemanden verkaufen und damit gutes Geld verdienen.

Beispiel:

Anteilen A hält 75%, wofür er am Anfang 1 Mio Euro (willkürliche Zahl) investiert hat.

Auf Gewinnausschüttungen verzichtet er, damit die Firma wachsen kann.

Nach 10 Jahren ist sein Anteil 5 Mio Wert und er geht zu Unternehmer B und verkauft ihm seine Anteile für 5 Mio Euro.

Ein einfaches Beispiel wäre hier ein gut gehender privat betriebener Edeka oder Rewe.

Unternehmer A macht ihn auf, zahlt 10-15 Jahre den Kredit ab , hat durch Abschreibungen und Zinsen immer einen relativ niedrigen Gewinn, danach hält er die Bude in Schuss und verkauft den Markt dann vor der Rente zu gutem Preis an den Nachfolger.

Und da ist dann selbst für Leute vom Fach Ende mit dem Durchblick, wenn man über keine Einsicht in die Gewinn und Verlustrechnung hat.

Man kann eine GmbH dann schwer vernünftig von außen bewerten.

Man kann also nicht wie bei einer AG versuchen einfach 50,1% der Aktien aufzukaufen (im Fachjargon "feindliche Übernahme"), sondern muss bei einer GmbH mit dem Anteilseigner individuell die Firma bewerten worauf sich dann ein möglicher Kaufpreis gründet.

Man kann also nicht sagen, egal wieviel GF-Gehalt ein Herr Lang bezieht, ob das nun zuviel und zuwenig ist.

Über seine verschachtelten Beteiligungen ist er ja auch an einem etwaigen Gewinn oder Verlust beteiligt.

Bekommt er ein üppiges Gehalt, aber die Firma geht in die Insolvenz, dann wäre sein Anteil wertlos.

Bekommt er wenig Gehalt heißt das aber auch nicht, dass er unbedingt wenig an der Firma verdient, wenn sein Anteilswert stark steigt weil die Firma gut läuft.

Ohne genaue Einsicht in die "Bücher" kann man einfach dazu keine genauen Aussagen treffen und das ist ja auch ein Hauptkritikpunkt vieler Teilnehmer hier.
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