Zitat:
Zitat von Abwehrtitan
Das ist bei mir keinen Deut anders, wenn ich das Haus verlasse, ist das Tagesgeschäft vergessen, wenn ich das Haus morgens wieder betrete boote ich den Vortag wieder mit.
Es geht um etwas gänzlich anderes, es geht um die gesamtvolkswirtschaftliche Leistung, die nur erbacht werden kann wenn wir mit möglichst vielen, leistungswilligen und ! - fähigen Menschen an einem, und dem richtigen Strick ziehen. Ob nun einer mal 1 Jahr Pause macht, mei .... aber wenn eine ganze Generation ein Jahr Pause einlegt, dann haben wir ein mächtiges Problem.
Wir sind im internationalen Vergleich extrem erfolgreich weil man sich auf "uns" verlassen kann. "UNS" heißt" uns alle. Je mehr ausscheren desto weniger werden wir Zusagen machen können die auf dem Weltmarkt akzeptiert werden, umso weniger werden wir diese auch einhalten können. Und, EINMAL WEG ---> WEG, dann sitzen andere auf dem Platz auf dem wir mal saßen, da kommste so schnell nicht wieder hin. DANN wird das Gejammer groß sein wenn es nicht mehr reicht für die gewohnten Dinge. Soweit MUSS man immer vorher denken, nicht nachher. Klingt ängstlich, oder ? Ich bin gar nicht so richtig ängstlich, wenn ich hungrig bin esse ich im Notfall z.B. Nackis Brötchen. 
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Dann sind wir ja schon auf einem guten Weg zu einem tragfähigen Konsens. Es sagt ja auch niemand, dass ALLE einer Generation gleichzeitig ein jahr Auszeit nehmen. Letztlich verteilen sich die einzelnen Auszeiten ja auch auf eine ordentliche Zeitspanne. Ich würde mal auf ein Alter zwischen 20 und Mitte 40 spekulieren, wodurch die Problematik der fehlenden Produktivität ja auch stark entzerrt wird. Ist es nicht sogar so, dass sich viele Unternehmen Gedanken darüber machen, wie ihre Mitarbeiter effektiver arbeiten können? Auch aus Eigennutz, klar, aber letztlich auch zum Vorteil der Mitarbeiter, die sich dadurch teilweise mehr Freizeit genehmigen können. Aktuell beschränkt sich das ganze soweit ich weiß eher auf Start-Ups, wenn es aber für beide Seiten funktionieren sollte, sehe ich keinen Grund, warum sich solche Modelle nicht in anderen Arbeitsfeldern etablieren sollte. Natürlich nicht in allen, da es genügend Berufszweige gibt, in denen man nicht voll flexibel arbeiten kann und gewisse Anwesenheitszeiten und -Rhythmen zwingend notwendig sind.
Wie vorher auch schon jemand geschrieben hat: es geht nicht darum, möglichst lange am Arbeitsplatz zu sein, sondern darum, seinen Job zu machen. Wenn man das in effektiv 6 Stunden pro Tag schafft, in denen man dann aber Vollgas arbeitet, ist das sicher für alle Beteiligten besser, als wenn da jemand 11 Stunden am Tag da ist, aber effektiv nur 6 Stunden arbeitet.