Zitat:
Zitat von Fozzi
Und trotzdem macht es aus meiner Sicht Sinn, diese Alternative zu diskutieren. Steuerflucht und Vermeidung von Großunternehmen ist ja keine linke Spinnerei, sondern europäische Tagespolitik. Da gibt es auch von "linken Spinnern" wie Schäuble einige Interviews zu
Anderes Beispiel. Verstaatlichung von Banken. Für Dich, wahrscheinlich, linke Spinnerei. Für mich (linken Spinner) eine Fragestellung: sollte man Teilbereiche (!!) der eigentlich hoheitlichen Staatlichen Aufgabe Geldwirtschaft aus gesellschaftlichem Interesse wieder an den Staat zurückgeben. Ein (light-) Beispiel dazu: Start-Up-Kredite "ohne" Sicherheiten.
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Es macht absolut Sinn, über die Besteuerung von Großunternehmen zu diskuttieren. Nur bezweifle ich, dass man da eine politische Lösung findet. Es gibt da alleine in Europa zu viele Einzelinteressen, als dass ich da den Glauben an eine Gesamteuropäische Lösung hätte. Eine rein nationale Lösung dürfte da nicht sehr wirkungsvoll sein, dafür haben solche Unternehmen zu gutes Personal, dass Schlupflöcher oder andere Vermeidungsstrategien findet.
Bei der verstaatlichung von Banken wäre ich tatsächlich eher dagegen. Gibt es dieses "Light-Modell" mit den KFW-Krediten nicht sogar schon? Das ist ein Thema, in dem ich nicht tief genug drin bin
In einem anderen Sektor würde ich mich aber sehr darüber freuen: im Gesundheitswesen.
Ich finde es ein Unding, dass Krankenhäuser von profitorrientierten Unternehmen geführt werden. Dass sich Chef-Ärzte mehr darum kümmern müssen, genug Geld zu erwirtschaften als sich mit ihrem eigentlichen Job - die Patienten - zu kümmern.