Zitat:
Zitat von Rudi Endres
Einige Vereine pfeifen aus dem letzten Loch und könnten sich einen vierten Stammspieler nicht leisten. Es reicht mit Mühe und Not für drei Spieler und einen Edelreservisten. Die Spitzenvereine wären konkurrenzlos, Sensationen kaum möglich.
Länger als 3 - 3,5 Stunden sollten Spiele nicht dauern. Und die meisten Stammzuschauer wollen Spiele an einem Tisch.
Vor Jahren spielte die Damenbundesliga mit Dreiermannschaften. Die Gegenargumente waren die gleichen wie jetzt. Also änderte man den Modus. Hat es was gebracht? Von den Kritikern aus meinem Umfeld habe ich nie jemand in der Halle gesehen. Alles reine Ankündigungsrhetorik.
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Sicherlich fehlt vielen Vereinen das Geld. Das bestreitet niemand. Es müssen aber auf jeden Fall bis zu 10 Spiele an zwei Tischen ausgetragen werden. Das geht auch mit drei Leuten so wie hier in der Schweiz. Warum es kein Unentschieden mehr geben kann (5:5) leuchtet mir auch nicht ein.
Und wo ist jetzt die grosse Konkurrenz in der TTBL. Wenn Boll spielt gewinnt Düsseldorf problemlos jedes Spiel. Ein Spitzenspieler ist bei drei Spielern von noch viel grösserer Bedeutung als bei 4 Spielern.
Die Stammzuschauer die das Spiel an einem Tisch sehen wollen sind eben gerade nur noch die, die jetzt noch in die Halle gehen. Alle anderen kommen ja schon lange nicht mehr. Also mir fällt momentan niemanden in meinem Bekanntenkreis ein, dem der derzeitige Modus gefällt. Dem entsprechend geht auch niemand mehr in die Halle.
Der Vergleich mit den Damen hinkt, da die Interessenlage, sich ein Spiel bei den Herren oder Damen anzuschauen, wohl deutlich unterschiedlich ist.
Beim Tischtennis hakt es an den verschiedensten Stellen. Das eine ist mit Sicherheit das fehlende Geld das andere ist aber auch die Darbietung und Vermarktung einer Veranstaltung. Nehmen wir mal als anderes Beispiel das Europe Top16 Turnier in Montreux, bei dem ich live vor Ort war. Das war aus sportlicher Sicht ein ziemlich gelungenes Turnier. Die Aufmachung hingegen war mehr als erbärmlich. Ich habe in Montreux nirgends auch nur ein Plakat hängen sehen, d. h., ich gehe davon aus, dass die Einwohner nichts von dieser Veranstaltung wussten. In der Halle gab es dann den üblichen Fast Food Frass, die Tischtennisfirmen waren mehr oder weniger nicht präsent .... Und am Schluss hält der Sieger einen Scheck über 6000 CHF in die Kamera, bei einem Turnier, das eine Bank als Sponsor im Turniernamen trägt. Da wird man ja von anderen Sportarten nur mitleidig belächelt. So viel erhält vermutlich ein Roger Federer als Antritttsgeld pro Tag. Da lach ich mich echt schlapp...!