Einzelnen Beitrag anzeigen
  #71  
Alt 06.07.2004, 00:35
Benutzerbild von Joachim Voigt
Joachim Voigt Joachim Voigt ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 02.10.2001
Beiträge: 2.284
Joachim Voigt ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Frage zum VH-Topspin

Zitat:
Zitat von martinspin
Hey, ist dein Wortschatz nicht grösser! Ist mir schon immer aufgefallen, dass du dich gerne knapp hälts. Warum postest du überhaupt? Ein sachliche Stellungsnahme wäre doch angebrachter. Das ist doch ein Diskussionforum und nicht ein Nein-Sage-Forum!!!
Du hast nicht mehr gesagt als: So isses. Ohne Begründung. Da sage ich: Nein.
Ich hab Dich nicht persönlich angegriffen oder beleidigt. Wo also bin ich unsachlich?
Es ist hier übrigens auch kein Behauptungsaufstellforum.
Aber von mir aus hier die Langform:
Zitat:
Zitat von martinspin
Weiss nicht aus welchen Lehrvideos das stammt, dass die Endphase immer gleich sein soll und die Ausholphase verschieden ist. Die Enphase ist doch das Produkt der Ausholphase. Beginnt die Bewegung sehr tief endet sie auch sehr hoch.
Die Endphase ist sicherlich ein Produkt der Schlagtechnik, aber nicht der Ausholphase. Die Endphase bzw. der Endpunkt muß letztlich gleich der Neutralposition sein, denn so bereite ich mich auf den nächsten Schlag vor. Und das kann nicht irgendwo sein und kann auch nicht auf Riesenumwegen dahin gehen, weil dazu schlicht die Zeit fehlt. Außerdem ist der Balltreffpunkt entscheidend für den Erfolg (wie auch immer definiert) des Schlages, nicht die Ausholphase. Sprich: Die Ausschwungphase ist idealerweise exakt so lange wie nötig um den Balltreffpunkt nicht negativ zu beeinflussen und führt dabei auf direktem Weg in die Neutralposition.

Zitat:
Zitat von martinspin
(Gewisse Leute schauen einfach zu viele Lehrvideos und leiten daraus eine bestimmte Technik ab. Besser wäre es, den Profis in den Videos zuzuschauen und daraus zu lernen )
Villert hat schon was dazu gesagt. Ehrlich gesagt empfinde ich diese Aussage als eine recht unverschämte Abwertung Deiner Diskussionsteilnehmer. Profis sind in den seltensten Fällen gute Vorbilder, da sie eine individuelle Technik haben. Diese ist nur bedingt auf jeden zu übertragen. Außerdem haben die heutigen Profis TT vor ca. 15-25 Jahren angefangen. Wer sagt Dir das deren Technik eine moderne ist, mit der man auch noch in 10-15 Jahren (nämlich dann, wenn Deine jetzigen Schüler im "Profi"Alter sind) erfolgreich sein wird?

Zitat:
Zitat von martinspin
Habe mir vorhin das Match von Werner gegen Joo angeguckt und bei den Tops von Werner festgestellt, dass gerade die Endphasen ziemlich differieren. Auf die starken US-Bälle zog Werner meist über Kopf, ausser sie waren genug hoch, um einen Spinschuss anzubringen. Leichter US konnte Werner mit der eher kurzen Bewegung ausführen. Die wirklich guten Spieler können alles. Die Leute, die nur eine Möglichkeit propagieren und lehren, sind dann halt nur mittelmässig.
Die wirklich guten Spieler haben ihre individuelle Technik so ausgefeilt, dass sie möglichst vielfältige Möglichkeiten haben. Was nicht heisst, das sie alles können. Den Spieler möchte ich sehen. Außerdem verwechselst Du gerade was: Nur eine Technik zu lehren oder nur eine Ausführung zu propagieren. Man kann durchaus mit einer Technik verschiedenste Schläge ausführen und die unterschiedlichsten Bälle beantworten. Wenn das nicht möglich ist liegt das ja vielleicht daran, daß Werners Technik eben nicht idealtypisch ist. Dieses Manko hat er für sich aber eben gelöst indem er eine zweite "Alternativ"Technik anwendet. Und um auf diesen Satz
Zitat:
Zitat von martinspin
Die Leute, die nur eine Möglichkeit propagieren und lehren, sind dann halt nur mittelmässig.
ganz konkret zu antworten:
Die Leute, die eine Technik Technik für optimal (oder richtig) halten, nur weil sie jemand bestimmtes spielt, ohne darüber nachzudenken welche Auswirkungen diese Technik hat und ob diese Technik für einen anderen Spieler geeignet ist, sind dann halt nur mittelmässig.

Zitat:
Zitat von martinspin
Fazit: Ausholphase und Endphase hängen von der ankommenden Rotation ab und von den eigenen Ressourcen, die Rotation zu variieren.
Fazit: Die Endphase hängt von den Erfordernissen des Tischtennis ab und variiert sicherlich leicht von Spieler zu Spieler. Ihre Hauptfunktion ist aber ganz klar die Vorbereitung des nächsten Schlages ohne Behinderung des vorausgegangenen. Die Reaktion auf die ankommende Rotation und für die zu erzielende Reaktion erfolgen durch Unterarm- und Handgelenkbeschleunigung und Schlägerblattwinkel sowie Balltreffpunkt.

Geändert von Joachim Voigt (06.07.2004 um 00:43 Uhr)
Mit Zitat antworten