
06.07.2004, 09:56
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Master Of Chopping
Foren-Stammgast 3000
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AW: Frage zum VH-Topspin
Zitat:
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Zitat von Cheftrainer
@Martinspin:
Auch ich bin da Joachims Meinung. Wenn man einen Angreifer trainieren würde, der permanent gegen reine Defensivspieler spielt, dann würden die Techniken ganz anders aussehen. Aber die Praxis sieht halt einfach anders aus.
Längere Ausschwungphasen könnte man sich so eben auch leisten, da man im Übergang zum nächsten Schlag viel mehr Zeit hätte.
Die von dem DTTB vorgegebenen Trainingsgrundlagen orientieren sich eben an der Spitze, denn nur so verhindert man, dass ein Vereins- oder Stützpunkttrainer eventuell Sachen trainiert die langfristig den Spieler in der Entwicklung behindern.
Trainiert man einen Spieler, dessen Leistungsmöglichkeiten deutlich niedriger sind, dann hätte man eventuell mit einem anderen System als Spin-Konter, Spin-Block und kurzen Topspins Erfolg. Aber ein Schimmelpfennig gibt doch nicht ein System vor, dass ein recht hohes Durchschnittsniveau zum Ziel hat.
In der Praxis sieht man auch viel öfter Spieler, die grundsätzliche technische Fehler bei Aushol- und Ausschwungphase machen. Meistens sind diese Phasen zu lange und behindern damit die Balltreffphase oder den nächsten Schlag.
Und Joachims "Background" ist sicher nicht das tischnahe Spiel sondern ein Trainingskonzept, dass einen Spieler nicht behindert, der im Spitzensport Erfolg haben will. Reine Halbdistanzsysteme gibt es immer seltener. Solange also keine neuen Vorgaben (Thema Frtischkleben, andere Regelbeschränkungen usw) gibt, wird das tischnahe Spiel einfach deshalb trainiert werden um in der Spitze erfolgreich zu sein. Natürlich trainiert jeder auch mal Bälle zu ziehen, die in der fallenden Phase sind (nicht immer ist man schnell genug um den Ball in der aufsteigenden Phase zu erwischen). Aber das Ziel ist es den Ball grundsätzlich früh zu nehmen.
Zum "anderen Threadthema" Abwehrspiel:
Natürlich muss ein Trainer kein bisschen Abwehr spielen können um das sinnvoll zu vermitteln. Er muss sich aber mit Technik und Taktik auseinandersetzen. Viele haben daran einfach kein Interesse, sonst gäbe es eventuell mehr Abwehrspieler.
Ich selbst habe in der Vergangenheit immer mal wieder Materialspieler ausgebildet. Da waren auch kurze Noppen und einmel Anti dabei. Aber wenn ich zurück blicke, dann muss auch ich "gestehen", dass es niemals die motorisch Besten waren.
Immerhin hatte das den Erfolg, dass die meisten Spieler recht vernünftig gegen Noppen spielen können.
Wir hatten auch immer gute Abwehrspieler bei einzelnen Trainingseinheiten und auch bei Lehrgängen dabei um gegen ein solches Spielsystem zu trainieren. Das hat sich immer ausgezahlt.
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Sehr guter Beitrag! Denke auch, dass die Entwicklung in diese Richtung weitergehen wird.
Gruß,
Jancsi
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