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Zitat von martinspin
Hallo Joachim
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Hallöchen
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Zitat von martinspin
Danke für deine differenzierte Stellungsnahmen.
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Bitte, gern geschehen.
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Zitat von martinspin
Hier haben wir ein begriffliches Problem. Noch vor ein paar Jahren war die Endphase = Ausschwungphase und ist nicht mit der blossen Rückkehr zur Neutralposition zu verwechseln.
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Nein, kein begriffliches Problem. Das Spiel hat sich verändert. Hier wird versucht 2 Elemente der "alten" Bewegung zu einem ökonomisch sinnvolleren neuen Element zu verschmelzen.
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Zitat von martinspin
Du sagst es schon richtig, dass die Ausschwungphase so lang ist wie nötig. Beim TS gegen viel US ist eben mehr nötig als beim Topspin gegen Block.
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Genau das bezweifle ich. Warum sollte das so sein?
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Zitat von martinspin
Ich kann mir aber langsam vorstellen was du meinst. Dir ist wichtig, dass nur soviel Ausschwungphase wie gerade notwendig vorhanden ist (Also keine riesen Schwinger), damit die Neutralposition schnell erreicht werden kann.
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Und ich halte einen langen Ausschwung grundsätzlich für nicht nötig, in manchen Situation (Topspin gegen Abwehr => viel Zeit) allerdings auch nicht für übermässig schädlich.
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Zitat von martinspin
Ich wollte mit meiner Aussage lediglich zum Ausdruck bringen, dass die Schulmeinung letztlich nicht als absolut zu verstehen ist. Es ist sogar die Aufgabe des Trainiers, fortschrittenen Jugendlichen behilflich zu sein, ihren eigen Stil zu finden.
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Das sehe ich anders. Die Aufgabe des Trainers besteht darin, Abweichungen von der optimalen Technik zu korrigieren, wenn sie nachteilig sind. Nicht jede Abweichung ist für einen Spieler nachteilig und so entwickelt sich dann ein individueller Stil.
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Zitat von martinspin
ennst du einen erfolgreichen Spieler, der eine schulbuchmässige Technik spielt?
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Ja, eine ganze Reihe. Alle haben Abweichungen, aber alle keine großen. Man darf dabei aber nicht vergessen, das es verschiedene "Lehrbuchtechniken" gibt. Samsonov spielt zum Beispiel sehr lehrbuchmässig, ebenso Elke Wosik um nur mal zwei zu nennen. Auch Kreanga dürfte gar nicht so weit vom Lehrbuch weg sein, nur dass sein Lehrbuch in Rumänien (?) eben ganz anders aussah als unseres heute.
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Zitat von martinspin
Es werden von Jugendtrainern immer wieder Behauptungen aufgestellt, die in der Praxis bei den guten Spielern nicht zu erkennen sind.
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Timos Technik wurde auch entwickelt als diese Technik von Topspielern noch nicht gespielt wurde und genau deshalb ist diese Technik so "modern". Wer nachmacht kann niemals überholen!
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Zitat von martinspin
Der Topspin gegen US hat sich in den letzten 20 Jahren nicht so stark verändert, dass das nicht verglichen werden kann.
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Oh doch, aber ganz gewaltig.
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Zitat von martinspin
Das heutige Spiel ist tischnaher aber auch riskanter geworden. Aus dieser Tischnähe leiten sich dann die schnelleren Bewegungen ab und da bin ich mit dir einverstanden.
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Ich aber nicht mit Deiner Aussage.
Nicht nur daraus. Genau da liegt ein Grossteil des Denkfehlers. Auch aus dem Material und der Schnelligkeit des Spiels. Wichtig ist eine gute Beschleunigung, diese kann durch eine lange Bewegung (Kreanga) erreicht werden, was aber Nachteile hat (u.a. Zeit, aber auch die Schwierigkeit der Koordination von Teilbewegungen) oder durch eine kurze (m.M. v.a. Unterarmzug, bei Timo z.B. kaum Unterarm aber viel mehr Handgelenk), was insgesamt Vorteile bietet und erstmal unabhängig vom Tischabstand ist.
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Zitat von martinspin
Mehr als tischnahe zu agieren kann ich mir eigentlich nicht vortstellen. Darum sehe ich nicht, was sich diesbezüglich in Zukunft noch gross ändern sollte. Ich denke, die Zukunft wird wieder mehr Spielsysteme bringen... (Aussagen über die Zukunft sind doch irgendwie auch Behauptungen)
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Es geht ja nicht nur in eine Richtung. Und sei Dir sicher, es wird sich viel ändern. Aussagen über die Zukunft sind Spekulationen und Vermutungen, keine Behauptungen. Und wer am besten spekuliert und vermutet und wohl auch schlussfolgert, der ist am besten gerüstet.
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Zitat von martinspin
Dem kann ich 100% zustimmen, ausser dass da nichts von der Bewegungsebene drinsteht, die verschieden ist beim Topspin auf US, Block und Topspin.
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Das steht da nicht drin, weil ich es *so* für falsch halte. Die Bewegungsebene kann eine Variante sein und es ist eine einfache. Für wirklich gute (talentierte) Spieler gibt es aber auch andere Möglichkeiten den Schlag anzupassen, die besser sind.
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Zitat von martinspin
Wenn das tischnahe Spiel dein Background ist, dann kann ich deine Meinung gut nachvollziehen.
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Es geht zwar auch um tischnah aber nicht nur. Siehe oben.
Es geht - wie Cheftrainer schon geschrieben hat - um eine Technikleitbild, das einem Spieler alle Möglichkeiten eröffnet. Und das ist im modernen TT eben nur mit kurzen Bewegungen möglich.