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Austragungsmodus Relegationsspiele 2018
Man stelle sich vor, bei der Fußballweltmeisterschaft findet das Spiel um den dritten Platz nach dem Finale statt.
Um auf so eine glorreiche Idee zu kommen, muß man wohl Funktionär im Tischtennisverband Württemberg sein.
Morgens um 10:00 habe die beiden Aufstiegsaspiranden gespielt.
Um 14:00 spielte nicht etwa der Verlierer dieses Spieles gegen die Mannschaft aus der höheren Liga.
Nein, die Sieger durften heute in Brackenheim zuerst ran.
Dies hat mehrere Nachteile:
Gewinnt der Sieger des morgendlichen Spieles, geht es um 18 Uhr um die Goldene Ananas. Die Spannung ist raus.
Geht das Spiel um 14 Uhr 8:8 aus, hat die unterlegene Mannschaft aus dem ersten Spiel keine Chance mehr. Könnte sein, dass sie das 18 Uhr Spiel abschenkt. Ein klarer Nachteil für die Mannschaft, die das Spiel um 10 Uhr gewonnen hat.
Verliert der Sieger des ersten Spiels, geht es für den Sieger des 2. Spieles um 18 Uhr gegen den Verlierer des ersten. Das verspricht im Normalfall auch nicht allzu viel Spannung.
Das entscheidende Spiel ist also oft schon um 14 Uhr. Gerne auch bei hohen Temperaturen wie heute.
Zu berücksichtigen gilt es auch, dass ein Teil der arbeitenden Bevölkerung auch samstags arbeiten bzw. studieren muß. Schon wieder ein Nachteil des Modus.
Vielleicht kann jemand einen Vorteil dieses Austragungsmodus nennen.
Oder den Menschen nennen, der die Idee hatte.
Ich kann jedenfalls keinen Vorteil erkennen.
Hoffentlich finden sich im Verband vernünftige Leute, die das ändern.
Im übrigen war Brackenheim nicht der ideale Austragungsort für so eine Veranstaltung, was nicht an Brackenheim sondern an der Halle ohne richtige Zuschauertribühne lag.
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