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Alt 22.05.2018, 08:50
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radeberger radeberger ist offline
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radeberger kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Tischtennisspieler hören wegen der neuen Bälle auf

Zitat:
Zitat von -crea- Beitrag anzeigen
Denke auch @radeberger du bist da auf dem Holzweg...

Das unberechenbare Verhalten bezog sich auf den Mischbetrieb bzw. Wechsel zwischen den Ball-typen.
Es geht mir wie gesagt, nicht um Berechenbarkeit, weil unser Gehirn rechnet die Ballflugbahn nicht aus, sondern ermittelt sie aus der Summe seiner Erfahrungen ... die man durch Training verstärkt.

Es speichert sozusagen alle Lösungen, des gespielten Balls ab und macht dann beim Schlagen eine relativ exakte Vorhersage wo der Ball ist, deshalb können die gute Spieler den Ball fast blind schlagen, weil alles einstudierte Bewegungsabläufe sind.

Das funktioniert um so besser, je mehr die Lösungsvielfalt eingeschränkt ist, der Lerneffekt wird dadurch verstärkt, mit einem Spiel ohne Spin, wo ein Einfallswinkel, gleich Ausfallswinkel ist, ist es wohl am einfachsten zu erlernen.
Man hat als Variantionen nur den Winkel, die Position und die Geschwindigkeit des Balles. Ansonsten kommt bei guten Spielern noch die Rotation dazu, dieser zusätzliche Freiheitsgard erhöht die Lösungsvielvalt noch ein mal .... schwieriger zu erlernen.

Was ist beim Plastikball nun anders, meiner Meinung nach verhält sich der abnormal durch die Rauigkeit, wenn man versucht Spin in den Ball zu bringen, er verliert ihn beim Aufkommen auf der Platte, springt dadurch in extremen Winkeln auf der Platte ab, oder vom Schläger. Meiner Meinung nach verliert er dadurch auch extrem an Geschwindigkeit, was dazu führt das man dem Ball entgegen Schlagen muss ... Boll sagt man muss mehr in den Ball rein gehen, es ist schwerer geworden den Ball tagential zu treffen.

Kurz um die Lösungsvielfalt ist bezüglich des Balls und dem Rotationsspiel noch größer geworden, das erfordert im Spiel abrupte Anpassungen an den Ball, man muss ihn genau beobachten, ist er tot wie springt er ab .... die Vorhersagewahrscheinlichkeit und damit der Trainigseffekt hat abgenommen ... es ist ein Reaktionsspiel notwendig ... trainieren kann man nur was vorhersehbar ist.

Ständig den Ball hinterher zu hetzen, ist mir persönlich nach einem 8 Stundenarbeitstag plus eine Stunde Autofahrt zu nervig.

Mir ist es jedenfalls nicht gelungen mein Spiel, an den rauen DHS Ball anzupassen, es gab immer wieder Situationen, wo der Ball unvorhergesehen abgesprungen ist und das hat mich mit der Zeit frustriert.

Bälle polieren mit Stahlwolle hat dann geholfen, aber das erwarte ich einfach von den Herstellern. Einige neuere Bälle wie der Sanwei waren auch ok, die haben zwar nicht ganz soviel Spin angenommen, aber man hat wenigstens keine Luftlöcher mehr geschlagen

Jedenfalls meine Erfahrung nach 1 Saison Donic P40+ ***.
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"Mit einem Troll zu argumentieren, ist wie Schlammcatchen mit einem Schwein, beide werden dreckig und dem Schwein macht es Spaß."
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