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Alt 27.05.2018, 11:57
mithardemb mithardemb ist offline
Schlautuer
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

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Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Der Koch wird dafür bezahlt, Produkte zu verarbeiten - und zwar so, dass sie möglichst der breiten Masse schmecken. Und deshalb steht in der Kantine auch nicht nur Schweinerückensteak auf der Karte, sondern auch noch eine vegetarische Alternative, dazu Salat, Kartoffeln, Reis, mindestens ein Nachtisch...
... klar, aber du sprachst ja davon, warum nicht alle Studies selbst am Campus kochen. Wenn Koch ein Hochschulstudium wäre, wäre das sinnvoll; ansonsten eher nicht.

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Völlig richtig - aber der Dozent entscheidet am Ende, was abgefragt wird - nämlich meistens der Stoff, den ER vermittelt - Spaghetti Bolognese.
Dozenten die ihre eigene Speziallehre verkünden sollte man meiden. Dann lieber gleich in die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters eintreten.




Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Und da ist der Denkfehler. Man muss nicht parallel auf 5 verschiedene Weisen das gleiche machen. Aber indem ich Methoden, Beispiele und Medien bewusst abwechsle, kann ich dafür sorgen, dass jeder Lerntyp etwas aus einer Vorlesung oder einem Seminar mitnimmt - einfach weil neue Anknüpfpunkte für einzelne Lerner vorhanden sind.
Beim Thema Einsatz von Medien empfehle ich dringend mal was von Manfred Spitzer zu lesen.

Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Motivation, Interesse und Aufmerksamkeit steigen an. Und so habe ich eben am Ende einen größeren Pool an interessenten Studenten, aus denen am Ende auch ein größerer Pool einen Top-Abschluss machen wird. Weil sie sich mit dem Fach identifizieren können, sich gewertschätzt und gefördert sehen und letztlich auch mehr Eigenmotivation aufbringen können.
Der Top Absolvent ist derjenige, der auch später weiterkommt. Das ist leider etwas was an den deutschen Unis lange Zeit sträflich vernachlässigt wurde. Ich habe leider einige der Top Studenten sehr schmerzlich scheitern sehen. Da liegt die Verantwortung dann auch bei der Uni.


Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
die es am wenigsten nötig hat: jungen, motivierten wissenschaftlichen Mitarbeitern.
Stimmt durchaus. Wir haben in Deutschland ein System der kleinen Königreiche im universitären Umfeld, die zu einem schleichenden Realitätsverlust der Lehrstuhlinhaber führt. Ohne fremde Kritik verkümmert auch die Selbstkritik sehr schnell und es liegt im Zweifelsfall eben eher am Student.

Wissenschaftliche Mitarbeiter dagegen haben erst gerade die Seite gewechselt und stehen nicht ganz oben in der Hierarchie. Also ist der Drang sich zu verbessern deutlich höher.

In der Realität ist das aber kein so großes Problem, denn die wissenschaftlichen Mitarbeiter erledigen ja den Großteil der Aufbereitung des Lehrstoffes und der Tutorien.


Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Wir brauchen in der Gesellschaft schlicht eine Kombination aus effektiver Lehre (regelmäßige verpflichtende Kurse für alle Lehrenden) und gleichzeitig einem anderen Verständnis von Schüleraktivität. Das darf weder sein (wie häufig in der Schule): "Ihr seid genau dann aktiv, wenn der Lehrer es braucht, um seinen selbstzentrierten Unterricht voranzutreiben", noch (wie an der Uni): "Ihr seid jetzt erwachsen und müsst euch euer Wissen halt irgendwie selbst aneignen".
Doch. An der Uni ist es Zeit dem Studierenden klar zu machen, dass sie jetzt erwachsen und eigenverantwortlich sind. Dazu gehört auch eine Vorbereitung und Nachbereitung des Lehrstoffes. Eine multimedial aufbereitete Powerpoint Präsentation kann das nicht ersetzen. Sie ist mit der schlechteste Weg um Wissen langfristig zu vermitteln. Ausnahme sind sicher Abläufe, die man mit einem statischen Tafelbild schlecht vermitteln kann.


Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Die Kompetenzorientierung an den Schulen wird für mein Empfinden immer besser umgesetzt, aber stark lehrerabhängig. Bei manchen heißt es dann "So, wir machen jetzt die Aufgabe in Gruppenarbeit, das stärkt die sozialen Kompetenzen". Ähhh - nein?
Es fällt mir schwer bei der Argumentation zwischen Schule und Universität hin und her zu springen. Das sind doch zwei sehr unterschiedlichen Einrichtungen und sollten es auch bleiben.
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