Zitat:
Zitat von Rückhandmonster
Davon mal abgesehen sind die Fußstellungen alle suboptimal, da die Fußspitzen nach aussen zeigen, was ein Abdrücken erschwert. Die Fußspitzen müssen/sollten nach vorne zeigen. Auch in den Übungen sieht man keinen/kaum Druck aus den Fußballen heraus.
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Das ist doch schon das Wesentliche!

Es ist viel wichtiger, dass dein Gewicht vorne auf den Fußballen ist, dass du dich überhaupt und rechtzeitig bewegst und dass du kleine und flache Schritte machst, als welches Bein du nun zuerst benutzt.
So schreibt z.B. der PTTV in seinen "Tendenzen für die Beinarbeit" von 2006:
Der Begriff Halbkreuzschritt wird von uns nicht mehr verwendet, da der Auftakt und die Reihenfolge der einzelnen seitlichen Schritte bestenfalls von untergeordneter Bedeutung sind.
Ein Beispiel, das ich im Training mit Spielern aber sehr oft erlebt habe, ist, dass der klassische Sidestep unvorteilhaft ist, wenn man sich von der RH in die VH bewegt, aber tendenziell zu spät am Ball ist. Dann kommt es oft zu dem Fall, dass das rechte Bein (inneres Bein) gesetzt, aber das linke Bein nicht richtig nachgezogen wird, weil der Ball schon da ist. Dementsprechend hängt man mit dem kompletten Gewicht auf dem rechten Bein und wird sich nicht geeignet aus der VH zurückbewegen können. Ist man beim Halbkreuzschritt zu spät, hat man im schlechtesten Fall das zweite Bein noch in der Luft, kann es aber nach dem Schlag immer noch benutzen, um sich in die Gegenrichtung abzudrücken. Dass man nur das äußere Bein setzt, kommt eigentlich nie vor, weil allein der Impuls des Heranziehens vom ersten Bein, das zweite Bein ja schon wegstößt. Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand dann mit den Füßen direkt nebeneinander stehen bleibt. Oder um es zusammenzufassen: beim klassischen Sidestep sind beide Beinbewegungen ganz klar aktiv (setzen und nachziehen), während beim Halbkreuzschritt die zweite Beinbewegung nahezu unweigerlich und auch passiv erfolgt, selbst wenn der zweite Schritt nicht aktiv gemacht wird. Dies wirkt sich allerdings nur aus, sofern größere Schritte gemacht werden, was bei einer sehr tiefen Grundstellung im Optimalfall eher selten vorkommen sollte.