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Alt 11.07.2004, 09:05
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AW: "Flow im TT" - Balance zwischen Herausforderung und Können

@ martinspin
Zitat:
Zitat von martinspin
Hallo Spinshot
Ich habe im eröffnenden Post klar ausgesagt, dass ich mich auf den Aspekt "Können und Herausforderung" begrenze.
Nachdem ich feststellen konnte, dass wir überhaupt vom Gleichen reden, möchte ich deutlich machen, dass ich diese Begrenzung für zu stark halte. Mehr nicht.
Zitat:
Dem muss ich ganz klar wiedersprechen. Wenn der Flow absolut in direktem Zusammenhang mit den Fertigkeiten stehen würden, wären wir Amateure im Vergleich zu den Profis sehr wenig im Flow-Zustand. Umgekehrt passiert es auch den Profis, dass dieser Zustand durch irgendwelche Ereignisse unterbrochen wird. Die Flow-Theorie beschreibt es meiner Meinung nach richtig, indem das Können in Relation zu den Anforderungen gesetzt wird.
Es ging um ein Mindestmaß an technischen Fertigkeiten, sodass man seine Absichten spielerisch überhaupt umsetzen kann. Ein bisschen googlen ergab, dass Anfänger und Fortgeschrittene häufiger Flow-Erlebnisse als Profis haben.

Zitat:
Ich weiss nicht genau, was du unter "mental zurücknehmen" verstehst. Bist du in der Situation, dass dir bestimmte Schläge, Platzierungen, usw. nicht gelingen, hast du immer noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Mir hilft es ungemein, mich auf meine Stärken zu konzentrieren. z.B. Ich weiss genau, dass mein RH-TS im Match noch sehr unsicher ist. Probier ich das ein paar Mal und gelingt es mir nicht, ist das kein Grund aus dem Flow-Zustand verbannt zu werden. Ich setze dann lieber auf meine Stärke, den VH-Topspin, bei dem ich viel sicherer bin.
BTW, ich bin der Überzeugung, dass man seine Schwächen trainieren muss. Habe ich eine unsichere aber grundsätzlich funktionierende RH, dann weiß ich im Flow ziemlich sicher was geht und was nicht. Derzeit kann ich mich nicht mal dann auf meine RH verlassen. Das ist ein gravierender Unterschied.

Zitat:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei fehlendem Flow, ein Ungleichgewicht zwischen Anforderung und Können besteht. Man muss das einfach in einem grösseren Zusammenhang sehen.
Es können auch andere Dinge sein! Es reicht einfach nicht nur diese Komponente in Einklang zu bringen und der Flow ist da. Fehlende innere Ruhe hat damit nicht zwingend etwas zu tun und ohne die, kannst Du es gleich knicken. Die ist wichtiger.
Zitat:
Du beschreibst das typischste aller Beispiel. Dieser Tatsache beschreiben wirklich die meisten. Ohne Druck selbsicher und voll Selbstvertrauen gegen "Bessere" aufspielen und unsicher und mit wenig Selbstvertrauen gegen "Schlechtere" spielen.
Bitte, das ist eine andere Kiste! Flow hat für mich ein besseres Spielvermögen zur Folge. Dazu braucht es unbedingt die Forderung durch den Gegner. Wenn ich bei ordentlicher Tagesform nur die VH nutze oder mein Gegner meine Aufschläge nicht bekommt, brauch ich keinen Flow.
Zitat:
Die Forderung gegen vermeintlich "Schlechtere" gewinnen zu müssen kann je nach Tagesform einfach zu hoch sein. Gegen wirklich "Schlechtere" gewinnst du auch bei schlechter Tagesform. Ist der Gegner nur ein bisschen schlechter und hat er aber einen guten Tag, kann er schon gegen dich gewinnen. Räumst du solche Möglichkeiten nicht ein, wäre das ein Überforderung, also wieder zuviel Anforderung bei entsprechendem Können.
Ich räume solche Möglichkeiten ein. Ich kann meine Tagesform gut einschätzen und verliere allermeistens zu recht.
Zitat:
Pass doch deine Anforderungen an deinen aktuellen Stand deines Könnens an und spiele mehr mit der VH. Das machen auch die Besten
Das mache ich, doch du gestattest mich zu erinnern, dass RH meine ausgesprochene Stärke war und ich sie soweit haben will, dass ich sie nicht als tot empfinde. Es ist kein Ersatz, dass meine VH besser geworden ist.
Zitat:
Nicht das Können ist zu niedrig, sondern die Forderungen sind zu hoch!
Damit hast Du immer Recht. Vielleicht kann ich es so erklären. Wie soll das mit Flow funktionieren, wenn ich realistischerweise meine Forderungen an die RH gegen Null reduziere. Das wird unrund. Da ist eine Seite wo es einschlägt(übertragen) und Du kannst nichts tun. Da ist leistungssteigernder Flow mir nicht möglich.

Eine Selbstverständlichkeit wie Übereinstimmung von Anspruch und Können als zentralen Punkt des Flows darzustellen halte ich für ungenügend. Mehr nicht.

Bye, Nik
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Gruß von der Ostsee
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