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Unter den gegebenen Umständen, die ich nach wie vor für überflüssig halte, ist meiner Meinung nach die Beschränkung auf drei Gewinnsätze das kleinere Übel.
Sicher, als Spieler möchte man gerne länger spielen. Aber es gibt einige, wie ich glaube, stichhaltige Argumente gegen vier Gewinnsätze:
- längere Spielzeiten; bei Wochentagsspielen bis weit nach Mitternacht möglich
- Langatmigkeit für Zuschauer (wollte man ja eigentlich durch die neue Zählweise abschaffen)
- Hallenschließung um 22 Uhr - 22.30 Uht bei einer Reihe von Vereinen
- Gefahr, dass bald beantragt wird, im Herrenbereich auf Vierermannschaften umzustellen (--> Ligenstruktur; --> erhöhte Mannschaftszahlen und damit verbundene Hallenbelegungsprobleme; --> Verlust an Kameradschaft)
- für Jugendbetreuer noch längere Betreuungszeiten; gerade an Wochenenden sehr problematisch, wenn man, wie z. B. in unserem Verein häufig der Fall, vormittags betreut und nachmittags/abends selbst spielt
Wenn ich also nicht nur an mich als Spieler denke, sondern an das "große Ganze", dann halte ich die drei Gewinnsätze, mit denen eine gewisse Gesamtverkürzung der Spieldauer einher gehen dürfte, für das kleinere Übel.
Am besten wäre es allerdings meiner Meinung nach gewesen, die bisherige Zählweise beizubehalten. Als "Funktionär" auf unterer Ebene habe ich an der Basis bisher noch keine erfreuten, positiven Reaktionen, sondern eigentlich nur Skepsis und Ablehnung wahrgenommen. Eine gewisse Funktions- und Informationselite hat sicherlich schon im Vorfeld von den geplanten Regeländerungen gewusst; die große Mehrheit der Tischtennisspieler war aber in die Meinungsbildung überhaupt nicht mit einbezogen und reagiert deswegen nun ziemlich vor den Kopf gestoßen.
Eine Meisterleistung in höherer Diplomatie war das seitens des DTTB nun ganz sicher nicht!
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Pfannaflicka - der "Kampfname" der Rainer Tischtennisspieler; in Erinnerung an unseren unvergessenen Peter Drabek (1965 -1997), der diesen Begriff geprägt hat
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