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Alt 14.06.2018, 09:47
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
und hat das überhaupt zwingend was mit "Neid" zu tun?
zumindest nicht ausschließlich.
vielleicht auch mit Gerechtigkeitsempfinden, denn wer verkauft sich schon gerne unter Wert.

Thema Geld und Glück:
Das ist komplex.
Grenznutzen ist auf jeden Fall negativ; irgendwann hat Geld keinen Einfluss mehr auf das Glücksempfinden.
Fußballer oder DAX-Manager sind nicht "glücklicher" als leitende Angestellte, auch wenn sie das 30-fache verdienen.

Anders stellt sich das im "Normalbereich" dar, erst recht, wenn es um Grundbedürfnisse geht, um Teilhaben am Alltagsleben, um den "kleinen Luxus".
Ein Mindestlevel an Einkünften muss man haben (wobei das individuell differiert), um "zufrieden" zu sein.
Man hat einfach mal ne Sorge weniger, wenn man konsumieren kann, ohne dass man nachdenken muss, ob man sich das leisten kann.
Das ist natürlich auch ne Charakterfrage.
Man muss "geerdet" sein und vernünftig bleiben.
Jemand hat das hier richtig beschrieben: Wenn man gewissen Typen 10 Mille im Monat gibt, bringen sie die genauso durch als wenn sie nur 2 Mille hätten.

Also, zusammenfassend:
Man kann den Zusammenhang zwischen Geld und Glück nicht einfach negieren.
Wer das tut, baut sich ne Hilfskonstruktion und richtet sich in seiner Armut ein.
Und man muss aufpassen, dass man Zusammenhänge isoliert betrachtet.
Mit dem Geld kommen teilweise andere Probleme.
Wechsel- und Nebenwirkungen muss man daher erstmal extrahieren.

Und hier redet kein Blinder von der Farbe!
Ich denke, dass es sich ab einem gewissen Level sogar wieder umkehrt.

Leibwächter, Paoarazzi, der "goldene Käfig".

Dazu andauernd " gesellschaftliche Verpflichtungen".

Die von dir angesprochene Grenze liegt laut Forschern bei etwa 30 Mio Euro Vermögen. Das ist etwa die Zahl, die man eigentlich bei gesundem Menschenverstand nie wieder ausgeben kann.

Und dann dürfte sich unweigerlich die Sinnfrage anschließen.

Wohin strebt jemand dann?

Unternehmen weiter ausbauen?

Ehrenamt?

Macht?

Das Experiment mag auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun haben, aber laut der Wissenschaftler ist eine bedeutende Erkenntnis die, dass wir Menschen oft nicht rational in absoluten Zahlen denken, sondern uns mit anderen vergleichen.

Mein Haus, mein Auto, mein Boot. ..

Kurzfristige Befriedigung der Bedürfnisse wird oft über langfristige, rationale Handlung gestellt.

Als ehemaliger Glattnoppenspieler kenne ich diese Situation auch aus dem Tischtennis. Meine erfolgreichste Zeit hatte ich, als ich im Training im eigenen Verein gegen meine Teamkameraden kein Spiel gewinnen konnte. Die spielten halt perfekt gegen mein Gefummel. In der Meisterschaft habe ich damals aber viel bessere Bilanzen erzielt als mancher Teamkollege. Hier stellt sich bei manchem dann ein ähnliches Ungerechtigkeitsempfinden ein, wobei meine Siege oft auch darauf beruhten, dass die Gegner nur selten gegen mich spielten.