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AW: "Flow im TT" - Balance zwischen Herausforderung und Können
Mein Spiel auseinander klabustern, macht keinen Sinn. Es ist ein Kontrollproblem und so wie es aussieht liegt es an dem Kombiholz, das ich ein Jahr gespielt habe. Alles andere vorher ausschließend, so gut es denn geht, habe ich endlich ein anderes Holz probiert und die üblichen Verdächtigen auf meiner RH montiert. Es ist schon höchst erstaunlich wie unterschiedlich sich die selben Beläge auf verschiedenen Hölzern spielen. In Anbetracht dieser großen Unterschiede habe ich auch meinen früheren Standardbelag probiert - der mir mit dem 40er Ball einfach nur noch trostlose Erlebnisse bescherte - und überraschenderweise war der erstmals wieder brauchbar. Ich habe den gestern das 2. mal gespielt und im Mannschafts internen Trainingsspiel des vorderen Paarkreuzes 5:0 Sätze gespielt. Sein Kommentar, er hätte eigentlich gar nicht schlecht gespielt, aber noch 10 Sätze spielen können und keinen gewonnen. Das ist ein nettes Kompliment und sicher übertrieben, aber dafür, dass ich in letzter Zeit eher nur Sätze gegen ihn gewinnen konnte, ist es schon ein Indiz. Er ist Allrounder ohne die spezielle Stärke, aber auch ohne Schwäche und kommt über das Spiel zu seinen Punkten. Ich bin guter Auf- und Rückschläger und suche danach lieber gleich mit einem entscheidenden Ball den Punkt. Der Belag war (und wird hoffentlich wieder) für mich die eierlegende Wollmilchsau. Er ermöglicht mir zum einen das für mich sehr wichtige variable Spiel und erstaunlicherweise ein Tempo im Angriff wie ich es mit keiner Noppe der "Spectol-Klasse" hinbekäme. Es macht überhaupt nichts, dass der auf einem fetten OFF Holz pappt, Abwehr und vor allem Ball halten klappt, Angriff auch. Das Konterspiel musste ich damals auch erst intensiv trainieren, war dann aber ziemlich zwingend.
Man darf bei solchen Beschreibungen nie vergessen, dass ich zum einen kein "Händchen" habe und eine für ein riskantes Spiel typische hohe Fehlerquote. Ich habe ziemlich gute Aufschläge und sehr heftige Bälle im Repertoire, VH wie RH, und wenn ich die RH schon nur so nutzen kann wie jetzt, nach zweimaligem Spielen, wäre ich schon froh! Sollte sich das gar bestätigen und ich könnte sogar meine Schwachheiten trainieren, dann hat das bei mir im zarten Alter von 45 noch mal merkbaren Effekt.
Bei allen Versuchen TT theoretisch in Strukturen bringen zu wollen, zeigt obiges Problem und die (möglicherweise höchst schlichte) Lösung (anderes Holz), wie endlich das ist. Obwohl ich mir eher reichlich Gedanken um mein Spiel mache, habe ich nicht die Spur einer Ahnung warum der selbe Belag auf einem Holz völlig unbrauchbar ist und auf dem anderen geht. Das passende Holz ist mitunter eher Zufall. Es sind beides OFF Re-Impact Hölzer, eines als Kombiholz für den Materialspieler und mit dessen langsamerer Seite komme ich offensichtlich nicht zurecht. Es sieht so aus, als wäre es so simpel.
Schade, wird völlig OT.
Gruß, Nik
Mein Nick stammt noch aus Zeiten des 38er Balles. Mit dem Speedy Spin ließ und lässt sich heute noch der Schlagspin sicherer spielen als der Schuss. Heute spiele ich gleiche Obergummis aber lieber mit geringfügig weicheren Schwämmen und kann mit denen besser schießen.
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Gruß von der Ostsee
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