Hier ließen sich wohl viele Seiten füllen. Die Vorredner haben schon Wichtiges geschrieben. Im WTTV war die seinerzeitige Einführung von Jugendverbandsligen als Gegenmittel gedacht. Heute heißt es, das Niveau sei stets schlechter geworden (vgl. Ausführungen Franks oben!). Auch die vor einigen Jahren eingeführte Möglichkeit, dass Jugendliche bei den erwachsenen Ersatz spielen können, sollte ein wenig gegensteuern, zumindest gegen den Drang der Jugendlichen selbst in die Herrenmannschaften, in die sie ja nun reinschnuppern können. Harte Regelungen, das ist das Problem, sind schlecht geeignet und ungerecht. Wenn man nämlich die Zahlen begrenzt oder vom Leistungsniveau allzusehr abhängig macht, benachteiligt man viele Vereine.
Der gleiche Jugendspieler nämlich, der in einem hochklassig agierenden Verein mit guter Jugendmannschaft gut in der Jugendmannschaft aufgehoben wäre, wäre im kleinen Nachbarverein, dessen erste Mannschaft in der 2. Kreisklasse spielt und der mit großem Abstand der Beste seiner Mannschaft wäre, viel besser in dieser ersten Mannschaft aufgehoben. Denn dort könnte er vielleicht zum Aufstieg dieser mannschaft beitragen und so könnte vielleicht verhindert werden, dass er selbst nach der Saison "zu stark" für seinen Verein wäre und wechseln müsste. Gibt es in der Region keine Gegner für die Jugendmannschaft des spielstarken Vereines, dann sieht die Grundlage für die Entscheidung schon wieder ganz anders aus. Ein ganz differenziert zu betrachtendes Thema!
Der Ansatz, den man offenbar im Saarland verfolgt, erscheint mir als bedenkenswert, vielleicht auf allen Ebenen und ausgedehnter praktiziert werden zu können. Dann benötigte man aber zahlreiche solcher Freiplätze, denn die könnten ja mal wirklich alle in Anspruch genommen werden.
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