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Zitat von crycorner
Mag sein. Ich bin Hobbyspieler. Kreisklasseniveau. Und ich spiele, um zu spielen. Wenn Leute wegen der Aufschlagsregel aufgehört haben, dann, weil ihnen etwas genommen wurde, das sie brauchten, um zu gewinnen. Und dann hatten sie wohl keinen Bock darauf, häufiger zu verlieren. Natürlich ist der Druck, zu gewinnen, in den hohen Ligen immens. Dennoch ist das für mich kein Grund, aufzuhören. Dann muss man sich halt mit der neuen Situation zurecht finden und seine Aufschläge umstellen (oder einfach über die Regeländerung hinwegsehen, wie das viele machen). Immerhin ist das Spiel nach dem Aufschlag ja nicht zuende.
Die überwältigende Mehrheit der Spieler früher hat keine frischgeklebten Beläge gespielt. Die überwältigende Mehrheit heute spielt Beläge mit Frischklebeeffekt. Nicht wenige Spieler orientieren sich dabei auch noch an den Profis und holen nichts adäquates. Die mit ´nem 38er Ball spielen lassen und man sieht, wie sehr sich diese überwältigende Mehrheit materialmäßig schon längst an größere Balldurchmesser angepasst hat. Weil sich nämlich auch die Industrie angepasst hat. Sehr zum Leidwesen derjenigen, die das Spiel bewusst langsamer machen wollten, um interessanter für TV-Übertragungen zu werden. Das meinte ich damit.
Stimmt. Das ist nicht wirklich Tischtennis. Aber es macht Spaß, diesen Ball über dieses Netz zu schlagen. Und wenn es ein Metallnetz ist. Und wenn auf dem Ball ein Smiley ist. Und wenn der Schläger eine grüne und eine blaue Seite hat. Und wenn es überhaupt kein Schläger, sondern eine Colaflasche ist. Die Faszination für das Spiel ist die Gleiche, auch wenn es in der Halle ist, mit ganz anderen Rahmenbedingungen.
Man muss sich dann nur von seinen Ansprüchen als Tischtennissportler frei machen. Wer schon in der Halle die Lust verliert, weil es 2 Grad zu kalt ist, der Boden rutschig ist, der Gegner einen doofen Noppenbelag drauf hat, der sollte es im Freibad lassen. Wer dann ständig rummosert, dass dieser Kaufhausschlägerbelag ein Drecksbelag ist und man diesen Topspin sonst natürlich getroffen hätte, der sollte es im Freibad lassen. Wer Tischtennis generell zu ernst nimmt, wird seinen Freunden im Freibad immer sagen, daß er keinen Bock hat, mitzuspielen.
Mir geht es um den Spaß am Spiel. Zwar versuche ich mit meinen bescheidenen Mitteln auch, möglichst technisch gut und erfolgreich zu spielen, ich bin aber aus Liebe am Sport flexibel und bereit genug, mich mit veränderten Rahmenbedingungen auseinander zu setzen.
Diejenigen, die wegen des Plastikballes aufhören, haben auch in anderen Lebenssituationen große Probleme mit Veränderungen.
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Der letzte Satz ist eine ausgegorene Frechheit.
Warum soll mancher sein Hobby (!) nicht drangeben, wenn er einfach keinen Bock mehr hat mit Plastik?
Zu einem mißliebigen Kunden, der mein Butterbrot finanziert, da muss ich den Schein wahren und das Spiel mitmachen solange ich gut daran verdiene.
Es ist immer die Frage, wieviel persönlich von so einer Veränderung abhängt. Ein Leuharbeiter,, der sowieso aufstockt lässt sich einfach kündigen, wenn ihm jemand krumm kommt. Bringt ein Kunde dir richtig Geld wird man es schlucken.
Tischtennis ist für das Leben und den Lebensunterhalt für 99,99% völlig unwichtig.
Selbst Zweitligaspieler hätten zum Teil mehr Geld, wenn sie die Zeit in der Halle gegen Mc Donalds tauschen würden.
Und wenn einem was nicht passt, dann hört man halt auf/pausiert oder macht den Spaßvogel als Edelreservist.
Aber davon gleich auf mangelnde Flexibilität im Leben zu schließen beleidigt eine ganze Menge gestandener Leute.
Eberhard Schöler, der mehrere Unternehmen aufgebaut hat, wo man sicher flexibel sein muss, verlor andauernd gegen Gln. Da hat er dann aufgehört und seinem Kreuzzug gegen diese Belagsgattung begonnen.
Ich frage mich bei der ganzen Diskussion, ob eine Frau Ahlert zuviel Zeit im Leben hat. Habe die Frau mal gegoogelt und da stand "Beamtin, Frühpensioniert aus gesundheitlichen Gründen".
Aber das ganze Jahr mit TT beschäftigen und überall präsent sein, da scheint die Gesundheit dann wieder für zu reichen?!
Da scheint mir jemand nicht ganz ausgelastet.