Zitat:
Zitat von Armendariz
Stimme einerseits zu - sehr bitter alles für Patrick.
Aber die negative Körpersprache und Resignation hatte er auch schon vor der Familientragödie. Danach kam es mir zeitweise sogar besser vor (z.B. beim Final Four dieses Jahr in Neu-Ulm, wo ich ihn live gesehen habe).
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Es ist häufig so, dass psychische Erkrankungen latent sind und dann zum Ausbruch kommen, wenn es einen Schicksalsschlag gibt. Gerade die von dir angesprochene negative Körpersprache vor der Tragödie zeigt dies eindeutig. Ich finde, man hat da auch gesehen, dass ihm auch mentale Härte fehlt, um bei den großen Turnieren über sich hinauszuwachsen. Technisch hatte er das drauf, ohne Frage, vor allem die Rückhand war immer eine Augenweide, dazu ein außergewöhnlich gutes passives Spiel, gute Aufschläge, ein sehr kompletter Spieler.
Zum Final Four: Dass es bei psychischen Erkrankungen auch Phasen gibt, ist völlig normal, also dass es Patti auch mal besser geht, er wird nicht nur zu Hause rum sitzen und heulen. Häufig sorgen die ( ich weiß nicht, ob er welche nimmt ) eingenommenen Psychopharmaka eher für eine konstantere Grundstimmung, ohne tiefe Täler, und ermöglichen erst ein normales Leben, in dem er auch am sozialen Leben teilhaben kann. Ich wünsche ihm wirklich sehr, dass er irgendwann über den Verlust hinwegkommt und Spaß am Leben wieder gewinnt, nicht bloß am Tischtennis, was nun mal sein Beruf ist. Man kann sich vermutlich nicht wirklich vorstellen, wie schwer es manchmal sein muss, an den Tisch zu gehen, weil Tischtennis nun mal auch ein brutaler Krieg auf der mentalen Ebene ist ( bewusst übertrieben dargestellt )