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Alt 24.07.2018, 11:21
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Armendariz Armendariz ist offline
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Bei uns im Training hat es zwei Einwandererkinder, die nicht aus dem arabischen Raum kommen. Der eine spricht annähernd perfektes Deutsch, der andere hat noch größere Verständigungsprobleme.

Sind zwei supernette Jungs, kleben aber viel aufeinander. Im Interesse des zweiten habe ich aber irgendwann die Regel eingeführt, dass ab der Eingangstür Deutsch gesprochen werden soll.

Es ist aber nicht so einfach, wie man denkt. Und wenn man sich umdreht, rutschen die beiden schnell wieder in die Muttersprache zurück.

Ob das jetzt in guten Freundschaften oder bei Paaren ist: Wenn man eine andere Sprache als die Muttersprache spricht, gehen viele Bedeutungsinhalte verloren. Man kann sich nicht so nuanciert ausdrücken, wirkt insgesamt dümmer. Das ist eine unangenehme Situation - vor allem in Kontexten, in denen man sich eigentlich entspannen soll und will (eigene Erfahrung, wobei ich sehr früh darauf konditioniert worden bin, die eigene Muttersprache zu "vergessen", wenn ich in einem anderen Land bin).

Ich finde es gut, wenn die Motivation da ist, in möglichst vielen Situationen Deutsch zu reden.

Aber auch da:
Wenn ich Deutsch vorschreibe, dann macht das die Sprache nicht beliebter. Intrinsische Motivation ist ein wichtiger Faktor beim Fremdsprachenlernen.
Dann lieber andere Anreize: Deutschförderkurse, die im Zeugnis positiv erwähnt werden. Bei Migrantenkindern, die erst seit kurzem in D. sind natürlich anstelle von Deutsch (als Unterrichtsfach). Ist ja auch bereits Realität.

Und wenn ich Herkunftssprachen als Staat nicht wertschätze, geht viel Kompetenz verloren. Stichwort "doppelte Halbsprachigkeit". Wir wollen später mal kompetente Übersetzer, Touristik-Angestellte, Wirtschaftler und Sprachlehrer im Land haben. Außerdem sollte man grundsätzlich Auslandskarrieren nicht verbauen.
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Du hoschd Rächd un I han mei Ruh
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