Zitat:
Zitat von Rieslingrübe
Ich meine, was ich oben geschrieben habe:
Spätere deutsche Regierungen haben sich bis heute kaum jemals sonderlich intensiv mit diesem unliebsamen Thema auseinandergesetzt.
Soll heißen:
Der laxe Umgang mit Nazi-Verbrechern unter Bundeskanzler Adenauer, der damals einige einschlägig Vorbelastete deckte und in den 50er Jahren in höhere politische Ämter hievte, harrt leider bis heute einer historisch-kritischen Aufarbeitung von Regierungsseite....
..........................
´
|
Das musst du auch mal in den Kontext der damaligen Zeit setzen.
Es ging darum Westdeutschland möglichst schnell wieder aufzubauen und im Zuge des Kalten Krieges hat man da nicht viel nachgebohrt.
Die Besten (Wernher von Braun etc.) haben die Amerikaner zwecks Technologietransfer abgeworben und die ganzen Bürokraten brauchte man in Polizei, Justiz und Verwaltung.
1990 hat man es doch ähnlich gemacht.
Da haben NVA und Vopo auch gesschlossen die Seiten gewechselt.
Nach dem Krieg war die Situation noch extremer. Deutschland lag in Schutt und Asche, Millionen Männer waren gefallen oder invalide und wenn man jeden, der mal den rechten Arm gehoben hatte aussortiert hätte, dann wäre keiner mehr übrig geblieben.
Man brauchte Leute wie Krupp und Quandt einfach, genauso wie die alten Wehrmachtsoffiziere, um später die Bundeswehr aufzubauen.
Und wer immer mahnend den Finger hebt sollte mal Bedenken, dass eine ehemalige FDJ-Funktionärin Bundeskanzlerin ist, ein ehemaliger RAF-Anwalt ihr Vorgänger war und bei Grünem und Linken diverse Gestalten sitzen, die früher dem Kommunistischen Bund (Kretschmann) angehörten. Dazu diverse Gestalten mit Stasi Vergangenheit.
Dazu dann so Phänomene, wo der Ehemann einer Berliner Grünen einer der Hauptanwälte der Clans ist.
Im bürgerlichem Lager wären sie eleganter. Da gab es die "Amigos", "Flick" und Strauß mit seinen Starfighter und Panzerdeals.
Dreck am Stecken hat fast jeder, der so ein Pöstchen mal erreicht.
Auf politisch linker Seite hat man früh erkannt, dass die "Nazi-Keule" immer gut geeignet ist, um, egal ob berechtigt oder unberechtigt, Kritik mundtot zu machen.
Spricht man mit gebildeten Ausländern, so halten die meisten und dahingehend einfach für bekloppt.
Wenn man mit "normalem" Rumänen und Bulgaren spricht, dann halten die und für völlig bescheuert, dass wir die ganzen kriminellen Roma hier machen lassen nur aufgrund der Tatsache, dass hier vor 80 Jahren mal welche vergast wurden.
Und AT hat recht. Seine Liste könnte man unendlich fortsetzen.
Stalin, Mao, Vietnam, Khomeni,die Saudis, Saddam, die Engländer und Franzosen in ihren Kolonien...
Wer frei von Sünde ist werfe den ersten Stein...