Zitat:
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(...) Einer der Verträge beispielsweise wurde anfang der Sechziger geschlossen und es floß eine Summe von 115 Mio. DM, eine vergelichsweise geringe Summe, aber eben nicht für welche die Geld brauchen und dafür bereit sind Verzichte zu leisten (...)
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Das kann man sogar bei Wikipedia nachlesen. Dort findet man dann aber auch schnell den Hinweis:
>> Begleitet wurde die Vertragsunterzeichnung durch einen Briefwechsel zwischen dem Auswärtigen Amt und der griechischen Botschaft in Bonn. Im Brief der griechischen Seite behielt diese sich jedoch vor, „mit dem Verlangen nach Regelung weiterer Forderungen, die aus nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen während Kriegs- und Besatzungszeit herrühren, bei einer allgemeinen Prüfung gemäß Artikel 5 Abs. 2 des Abkommens über deutsche Auslandsschulden vom 27. Februar 1953 [an die deutsche Regierung] heranzutreten“. <<
(
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Repa...ik_Deutschland)
Also mal nichts komplett abgegolten.
Davon abgesehen weiß ich die Mühe des relativ langen Beitrags #38111 zu schätzen. Und darauf, dass man mit neu aufkommenden Forderungen
ausgerechnet in unmittelbarer Folge der griechischen Staatsschuldenkrise 2010 einen (un)günstigen Zeitpunkt erwischt hat bzw. dass das
so keinen guten Eindruck hinterlässt, könnte ich mich annähernd einlassen.
Trotzdem halte ich weitergehende Forderungen der Griechen grundsätzlich für berechtigt und stimme Armendariz dahingehend zu, dass Deutschland das im Zusammenspiel mit den "Siegermächten" auszusitzen oder abzuweisen versucht:
Bei Fragen der Wiedergutmachung verweist man zunächst auf die Voraussetzung eines permanenten Friedensvertrags, dessen Zustandekommen man wiederum durch 2+4 ein für alle Mal entgegengewirkt (unmöglich gemacht) hat. Das ist 'ne miese Nummer, da beißt die Maus kein' Faden ab und da wiederhole ich auch nur das, was Armendariz hier mehrfach aufgezeigt hat.