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AW: Nachwuchsarbeit in Deutschland und Europa, Probleme im Trainerbereich und allgeme
Ja ich denke man hat 3 Probleme
1. Interessen der Vereine Breitensport/Leistungssport
2. Trainer Qualität/Quantität
3. Interesse der Jugendlichen an qualitativem Training/Kosten dafür
Diese beinhalten soviele Widersprüche, das sie eben nicht (einfach) zu lösen sind.
Beispiel: Ein Standardverein (nicht großverein) in einem Vorort/Kleinen Ort hat 4 Herrentems von BL bis 3. KK. Wenn die Jugendarbeit machen liegt die Prioritöät darin möglichst viele Kids in der Halle zu haben/halten und das evtl von 20 dann am Ende der Jugendzeit 5 über bleiben die dann da irgendwo spielen können/wollen. Wenn welche für die erste bei raus kommen sehr gut aber auch für 3.+4. braucht man immer neue Leute. Da bringt es einem nicht viel wenn man seine Resourcen in ein 10 jähriges großes Talent steckt, weil der wahrscheinlich mit 14 zu gut sein wird und den Verein verläßt um höherklassig zu spielen. Klar wenn man 10 Trainer hat kann man einen auf den abstellen, aber wer hat das schon. Und die anderen 20 vernachlässigen dafür schadet der ersten Priorität. Und nur um zu sagen weißte noch damals der Nationalspieler X hat von 8-10 Jahren bei uns trainiert. Schöne Geschichte aber bringt dem Verein wenig. Sprich die meisten Vereine haben wenig Interesse Talente für den Leistungssport zu fördern sondern sind auf Breitensport priorisiert.
2. Selbst für Breitensporttraining gibt es quantitativ Probleme genug Leute zu finden. Meist ohne richtige Bezahlung haben sie keine Zeit für sowas, andere Dinge (Kümmer mich lieber um eigene Kinder als um andere) die für sie wichtiger sind oder keine Lust wegen unterschiedlicher Wertevorstellungen sich mit der Jugend zu beschäftigen.
Und Trainer die dann sogar das ganze noch qualitativ hochwertig anbieten können und wollen, da gibt es auch die Probleme Meist in Vereinen kein Geld um die zu bezahlen (siehe auch 1) Prio)ode r wenig Jugendliche die bereit sind sich für den Erfolg so anzustrengen wie der Trainer das vorgibt.
3) Wobei wir beim 3. sind . Es gibt immer weniger Jugendliche die bereit sind für Erfolg entsprechende Anstrengungen auf sich zu nehmen. Ob das an der Gesellschaft oder an der Erziehung in Elternhaus und Schule liegt..wer weiß..Es ist aber so. Die (meisten) Kids wollen nur bespaßt werden und haben an Leistungssteigerung wenig Interesse sofern sie mit "Arbeit" verbunden ist. Auch Verpflichtungen wollen die wenigsten eingehen (zb Regelmäßig zum Training/zu den Spielen zu kommen).
Dazu darf das ganze auch nichts oder nur wenig Kosten.
Sprich wenn du da den Eltern sagst: Wir holen einen Trainer der Leistungstraining anbietet und der kostet Geld und dafür erhöhen wir den beitrag von 5 auf 15 Euro im MOnat.
Dann sagen von 20 Kindern (die Eltern)
10sagen: Dann melden wir das KInd ab weil unser Kind will kein Leistungstraining sondern spielt nur aus Spaß und hat dann davon ja garnichts
5 Sagen unser sohn würde auch Leistungstraining mitmachen aber die 15 Euro sind uns Zuviel
5 Sagen ok machen wir,
Dann haste hintzerher 5 statt 20 Kinder in der Halle und nur 75 Euro Beiträge statt 100.
Und nur mit den 50 Euro mehr im Monat für die 5 die Leistungstraining wollen kannste den Trainer nicht bezahlen und um die ca 200 Euro zu refinanzieren musste von jedem dann 45 Euro nehmen...das macht dann auch keiner mehr mit.
Fazit: alle Ansätze die so genannt werden sind in der Theorie sicher gut, aber sind nach meinen Erfahrungen praktisch kaum umzusetzen. Kann natürlich in wenigen Fällen sicher klappen-da hat man dann viel Glück gehabt, aber ist flächendeckend (was nötig wäre) nicht umsetzbar.
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Zitat Kriegela: Zu Tode geänderte Sportart - Rest in Peace - Tischtennis
Me too ... TT Classic rules
TT mit P-Ball ist wie S... mit einer Gummipuppe.
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