Zitat:
Zitat von Chris Kratzenstein
Aus meiner Sicht ist das nicht mehr sinnvoll: Die Spieler sollten nicht mehr nach Staatsbürgerschaft für ein Land spielen, sondern danach in welchem Land sie in der Sportart ausgebildet wurden.
Wenn dann die Sportler nachher für ein anderes Land antreten stellt sich die Frage wofür.
Oder man schafft die Nationenwettkämpfe komplett ab. Problem ist dann aber wie soll das in den meisten Sportarten finanziert werden, da doch viele abhängig von Sportförderung sind. Eigentlich wahrscheinlich fast alle zu irgendeiner Zeit in ihrem Sportlerleben.
Ist alles nicht so einfach. Aber das einsetzen von Spielern, die mit über 20 die Staatsbürgerschaft erhalten sehe ich kritisch. Rechtlich ist das natürlich völlig in Ordnung im jetzigen System und für die Spieler und Spielerinnen ist das auch der Wunsch nachvollziehbar. Aus Sicht, dass sich eine Nation mit einer anderen misst geht es aber doch eher darum wer hat die besseren Spieler ausgebildet und nicht wer hat die besseren eingebürgert.
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Stimme dir grundsätzlich zu.
Aber gerade in (eigentlich) Einzelsportarten ist die Bedeutung von Nationalmannschaften doch eher gering. Denn dort kann man ja zb Weltmeisterschaften und Olympia auch "nur" im Einzel austragen.
Also Mannschaft beim TT ist ja nur einmal im Jahr EM bzw WM und ggf noch Olympia alle 4 Jahre. Hat das wirklich so eine Bedeutung? Die Spieler können ja auch im Einzel WM werden. Anders als Basketballer usw, die ja nur als Team spielen.
Vergleich Tennis (ok Davis Cup und world Team cup-gibt es den noch)
Aber normal interessieren da doch nur Einzelergebnisse. Dart, Golf, schwimmen (OK Staffel) Leichtahletik. Da interessiert "Nationalmannschaft" doch kaum jemand oder...
Von daher sehe ich das zweiseitig.
Zum einen macht Nationalmannschaft nur Sinn wenn da auch wie von dir beschrieben Leute da spielen die da "groß" geworden sind
Zum anderen wegen den paar Meisterschaften die wenig bedeuten sich aufregen...wwer sich nicht identifizieren kann guckt eben nicht bzw guckt nur weil er gutes TT sehen will egal wer da gerade spielt.
Und "ausgebildet" dann definieren...wo ist da die Grenze. Wo werden/wurden die Chinesen aus Aserbaidschan ausgebildet die da U15 gewinnen und mit 13 nach A gekommen sind?
Dann Härtefälle (wie immer wenn man für Härtefälle die Regel lockert wird sie von anderen sinnfern ausgenutzt oder umgekehrt macht man die Regel streng sind Härtefälle am Arsch):
Jemand wächst in Deutschland auf , trainiert hier und geht dann mit 16 oder 18 in sein Heimatland zurück (zb der Sohn eines Diplomaten) Sagen wir mal nach Kanada. Deutschland wird ihn dann nicht mehr nominieren und für Kanada dürfte er nicht spielen...
Oder jemand wird in seinem Heimatland aus politischen oder sportlichen Gründen nicht berücksichtigt. Stichwort Aufstand der Chinesen neulich.
Da verhält sich vielleicht der beste Spieler der Welt mit 22 nicht Regimetreu oder versteht sich nicht mit dem Nationaltrainer und wird künftig einfach nicht mehr nominiert und wandert aus.
Der kann nie mehr WM oder Olympiasieger werden obwohl er der beste der Welt ist
Ein Gülenanhänger aus der Türkei der nach Deutschland kommt oä
Aus einer anderen Sportart fällt mir da Marc Giradelli ein.
Gab ja schon andere Beispiele in der Geschichte Gretel Bergmann 1936 zB