AW: Tischtennisspieler hören wegen der neuen Bälle auf
Ballgröße / Ballmaterial
Nein - die Spielsysteme konnten mit wenigen Anpassungen weiter gespielt werden und die "Hardware" wirkte wie gehabt. Die Auswirkungen
waren und wurden evtl. kompensiert ja/nein/teilweise mit Resultat:
- Tempo etwas geringer ja, schnelleres Material wie vorher
- etwas geringerer Spin ja, griffigeres Material wie vorher
In Summe: Ein paar Technikeinheiten zusätzlich und die Verluste bei
Tempo & Spin wurden kompensiert.
Die Änderungen des Ballmaterialzusammensetzung ist eine andere Hausnummer. Die Auswirkungen sind und können kompensiert werden:
- Fluggeschwindigkeit teilweise, Armzug & Material langsamer
- deutlich geringerer Spin teilweise, Armzug weniger
- höherer Absprung nein höher
In Summe: Ein paar Athletikeinheiten zusätzlich vermindern die Verluste bei Tempo & Spin, insgesamt keine Kompensation - es gibt Gewinner und Verlierer bei den Spielsystemen.
Fazit: Die Vergrößerung des Balls bei gleichem Materialaufbau führte nach kurzer Anpassungsphase zu keinen nennenswerten No-Go-Spielsystemen.
Die Auswirkungen der Ballmaterialzusammensetzung kann weder durch Technikanpassungen noch durch Belagänderungen vollständig kompensiert werden. Es gibt somit Spielsysteme, die nicht mehr erfolgreich sein können.
Persönliche Sicht eines ehemaligen TT-Spielers, der in über 40 Jahren Sportbetrieb alle bisherigen Regeländerungen überlebt hatte - vor dieser (vorerst) letzten Änderung habe ich nach 2 Saisons und vielen Anpassungsversuchen endgültig kapituliert. Mein spinvariabelorientiertes LN/NI-Spiel ist nicht mehr zielführend und die Bewegungsmuster lassen sich nicht mehr biegen, beim nunmehr erfolgreicheren "Schlag"spiel bin ich Novize und somit Kanonenfutter, Erfahrung hilft da nicht.
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