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Alt 26.08.2018, 11:51
mithardemb mithardemb ist offline
Schlautuer
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Bei der Automatisierung werden aus einem Job mal eben 4 Jobs. Wo bisher ein MA eine Tätigkeit erledigt hat, gibt es jetzt 3 schlechter bezahlte MA die der Maschine zuarbeiten und einen besser bezahlten MA der die Maschine am laufen hält. Damit sich das rechnet muss die Maschine jetzt 5 mal soviele gute Teile abliefern. Und das funktioniert nur bei verstandenen und stabilen Produktionsprozessen.
Man muss sich mal vor Augen halten, dass Automatisierung nicht eine Erfindung des Jahres 2018 ist und dass wir trotzdem die Anzahl der Beschäftigten über die gesamte Zeit gesehen, gewaltig gesteigert haben. Darunter durchaus Arbeitsplätze bei denen man recht gut verdient.

Man braucht ja auch nicht nur jemanden der die "Maschine" in Schuss hält. Auch diese wird entworfen, gefertigt, gewartet etc. Es wachsen damit eben auch neue Industrien und Berufsfelder.


Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Lange Zeit war dann der Glaube da, wenn wir die Maschine in ein Billiglohnland stellen, dann rechnet sich das. Aber das verändert ja die Produktivität nicht. Die Maschine produziert in Zeiteinheit x halt immer noch genau soviele Teile wie vorher, in den meisten Fällen sogar weniger, weil die MA nicht gut genug ausbildet sind um die Stückzahlen von vorher zu erreichen. Das war also eine Sackgasse, die für einige Ernüchterung gesorgt hat.
Das ist ein Zerrbild der Realität. Es liegt daran, dass es zwischen den Billiglohnländern einen großen Unterschied hinsichtlich Gehältern, Qualifikation und Entfernung gibt. Es ist durchaus gang und gäbe teure Equipment in östlichen EU Ländern und China einzusetzen.

Abgesehen davon wird die weitergehende Digitalisierung nicht nur die industrielle Fertigung betreffen.



Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Nicht alle billigen Jobs kannst Du einfach so verlagern. Siehe das Beispiel oben. Die Maschine steht nunmal hier und Materialnachschub, Störungsbeseitigung etc. kannst Du nicht aus dem Ausland machen. Problem ist aber die Wirtschaftlichkeit, denn wenn diese Jobs genauso bezahlt würden wie vorher, dann rechnet sich das nicht mehr.
Natürlich nicht alle, aber immer mehr. Das betrifft wie gesagt auch weit mehr als die Fertigung. Kommunen sind ja z.B. auch schon auf die Idee gekommen die Digitalisierung ihres Grundbuches nach Osteuropa zu verlagern.

Wenn es nicht klappt Dinge ins Ausland zu transferieren versucht mal auch ganz gerne mal ausländische Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen. Siemens z.B. hat da mit Ingenieurtätigkeiten in Indien oder mit Indern schon mehrere erfolglose Zyklen hinter sich.

Firmeninterne IT und Support lässt man heute ganze gerne extern erledigen und wo sitzen wohl das Gros der Mitarbeiter von Capgemini und Konsorten....


Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Was mir aber in den deutschen Fertigungsstandorten schon aufgefallen ist (im Gegensatz zu anderen Ländern), ist die Tatsache, dass hier die MA alle irgendwie davon ausgehen, dass es doch bitte die Arbeitgeberverantwortung ist, dafür zu sorgen, dass der MA die notwendige Qualifikation für den "besser" bezahlten Job bekommt. Keiner rührt aber nur einen Handbreit, dass selbst in die Hand zu nehmen.
Gegen diese These spricht der Run auf die Universitäten und die Auslastung von Fernuniversitäten.

Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Hat ein bisschen was von Vollkaskomentalität.
Garantiert, was auch immer das sein sollte.

Zitat:
Zitat von vossi39 Beitrag anzeigen
Und mit einem Weiterbildungsangebot alleine ist es da auch nicht getan. Nein es muss dem MA natürlich in seiner Arbeitszeit Gelegenheit gegeben werden, diese Fortbildung zu besuchen (Gewerkschaftsforderungen).
Finde ich schon irgendwie schräg.
Einige Bundesländer haben einen Anspruch auf Bildungsurlaub der nicht mal etwas mit dem aktuellen Arbeitsfeld zu tun haben muss. Das finde ich auch gesponnen.

Auf der anderen Seite profitiert der Arbeitgeber natürlich auch an Fortbildung. Ein wenig darf er sich in der einen und anderen Form daran auch beteiligen. Das macht er ja auch, wie man an den immer umfangreicheren Schulungen sieht.

Diese werden übrigens durchaus auch auch von anderen Ländern nachgefragt und auch während der Arbeitszeit durchgeführt und gezahlt.
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